Wetterbedingt wurde das Lichtlabyrinth zur begehbaren LED-Spirale. Foto: Fux
Pforzheim
Licht und Klang stimmen in Pforzheimer Barfüßerkirche auf Pfingsten ein
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Pforzheim. Trotz Regen bot Licht und Klang in und vor der Barfüßerkirche eine tolle Einstimmung auf Pfingsten. Wenn auch das Kerzenlabyrinth im Blumenhof wetterbedingt von der katholischen Gemeindereferentin Barbara Ulmer der katholischen Kirchengemeinde Pforzheim und Jugendlichen kurzfristig zu einer LED-Lichtspirale umfunktioniert werden musste, so hatte die begehbare Spirale doch Flair und spirituellen Charakter, machte Pfingsten erleb- und spürbar.

Zuvor eröffnete der bekannte Stuttgarter Konzertgitarrist Andreas Großmann die Einstimmung auf das Pfingstfest am Freitagabend in der Barfüßerkirche musikalisch. Kurze Textimpulse lieferte dazu der katholische Pastoralreferent Tobias Gfell. „Pfingsten, das ist die alte Geschichte von verschrecken, verzagten, ängstlichen Jüngern, die sich versteckten. Die Geschichte Gottes, der den Heiligen Geist sendet, wie mit Feuerzungen, wie ein Sturmwind, wie ein lautes Getöse. Eine Inspiration, ein Hinweis, ein Wink den Geistern des eigenen Lebens auf die Spur zu kommen“, so Gfell.

Und wäre das Wetter am Freitagabend nicht so verregnet gewesen, dann wäre zum Klang in der Kirche das Licht im Lichterlabyrinth, das nun eine Spirale aus vielen kleinen LEDs wurde, hinzugetreten. „In den letzten 15 Jahren hat es fast nie am Freitag vor Pfingsten geregnet. Nun ist es so. Auch das ist eine Erfahrung von Pfingsten, dass es anders kommt als gedacht, als gewünscht, als geplant“, so der Pastoral- und Dekanatsreferent.

Im Innern der Barfüßerkirche bewies der Konzertgitarrist Andreas Großmann rhythmisches Fingerspitzengefühl und jede Menge Virtuosität und Musikalität, egal ob mit Stücken von Astor Piazzolla, Andrew York oder mit eigenen Beli Impressionen. Und so brach musikalisch mit Yorks „Sunburst“ die Sonne doch durch und mündete in ein leichteres, beschwingteres Stück. Beli Impressionen komponierte Großmann auf der kleinen, gleichnamigen Insel. „Ein Ort, an dem man stundenlang spazieren gehen kann, ohne auf einen Menschen zu treffen. Ein Ort, der in der Weite des Blicks fesselt und auch ein Ort, der Platz bietet für das Wilde, für Emotionen, die die geordneten Bahnen verlassen und antreiben. Ein Ort, an dem die Welt zu Ende ist – oder auch anfängt“, so Gfell.

Zu Licht und Klang der ökumenischen Citykirche gehörten im Anschluss an das beeindruckende Gitarrenkonzert, aber auch leckere kulinarische Köstlichkeiten und ein Bier der Barfüßerkirche.