Achim Horsinka zeigt Kindern im Klang-Raum des Lukaszentrums springende Tropfen. Foto: Meyer
Pforzheim
Lukaszentrum lockt an zwei Tagen 200 Besucher mit der Mobilen Werkstatt der 13 Sinne
  • Martina Schaefer

Pforzheim. Von Hamburg bis Köln: 300-mal ist der Wahrnehmungskünstler Lothar Backes, 57, im vergangenen Jahr mit der mobilen Werkstatt der 13 Sinne deutschlandweit unterwegs gewesen – auf Anfrage von Organisationen oder auch Firmen. Entsendet vom Schloss Freudenberg bei Wiesbaden, einem ungewöhnlichen Lern- und Bildungsort. Seit 24 Jahren wird dort mit über 100 Erfahrungsfeldern drinnen wie draußen experimentiert, schauen die Besucher im Winter den wachsenden Eisblumen zu oder frühstücken in der Dunkelbar, nachdem sie im Park Windharfe und Summstein erkundet haben oder den Klang-Raum.

Am Donnerstag und am Mittwoch hat er mit seinen beiden Kollegen Marleen Agocs und Achim Horsinka das Lukaszentrum tagsüber in einen besonderen Entdeckungsort verwandelt und über 200 Besucher verzückt. Seit zehn Jahren gibt es das Projekt Pro West, das sich gegen Kinder- und Jugendkriminalität einsetzt und regelmäßig vom Verein „Sicheres Pforzheim, sicherer Enzkreis“ mit 3000 Euro finanziert wird, erklärt Eva Schröder, Leiterin des Lukaszentrums. Und um auch Familien und älteren Menschen neben Kindergarten- und Krabbelgruppen ein sinnliches Vergnügen zu ermöglichen, hatte sich das Lukaszentrum für die mobile Werkstatt als ein besonderes Angebot entschieden.

Und so zeigt Horsinka etwa den staunenden Kindern, wie man Wasser in einer Metallschale zu einem Wackelpudding formen, den man mit einem Topfdeckel hochziehen und wegdrücken kann. Und an der Klangschale des Pforzheimer Künstlers Christof Grosse können die Kinder sehen, wie man durch die Reibung der seitlichen Griffe derartige Schwingungen erzeugen kann, dass das Wasser zu hüpfen beginnt.