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Stop und nicht weiter: Angela Blonski, Leiterin der Lilith-Beratungsstelle, Wendo-Trainerin Andrea Clauß und Psychologin Katja Leonhardt (von links) zeigen den Kursteilnehmerinnen, wie sie sich in Alltagssituationen zur Wehr setzen können.
Stop und nicht weiter: Angela Blonski, Leiterin der Lilith-Beratungsstelle, Wendo-Trainerin Andrea Clauß und Psychologin Katja Leonhardt (von links) zeigen den Kursteilnehmerinnen, wie sie sich in Alltagssituationen zur Wehr setzen können.
28.11.2016

Mädchen wehren sich gegen sexuelle Übergriffe

Pforzheim. Es passiert meist nicht auf Großveranstaltungen wie in der Silvesternacht in Köln. Es passiert im Bus, in der Schule, auf der Party oder in der Disco. Plötzlich legt ein Mann seine Hand auf den Oberschenkel der Nebensitzerin, streift mit der Hand Brust und Po. „Sexuelle Übergriffe kommen meist in Alltagssituationen vor“, sagt Andrea Clauß. Die Wendo-Trainerin leitet derzeit einen Selbstbehauptungskurs der Lilith-Beratungsstelle.

Dort lernen die fünf Teilnehmerinnen in eineinhalbstündigen Sitzungen, Grenzen zu setzen und selbstbewusster durchs Leben zu gehen. Die Mädchen im Alter von 13 bis 19 Jahren, die alle zuvor eine Beratung oder Therapie der Beratungsstelle in Anspruch genommen haben, üben zunächst einmal, deutlich Nein zu sagen. „Mädchen sind meist noch auf bestimmt Weise erzogen“, weiß Diplom-Psychologin Katja Leonhardt. Es falle ihnen schwer, vom freundlichen, angepassten Wesen umzuschalten, wenn ein Gegenüber seine Grenzen überschreite – auch weil viele Übergriffe in vertrautem Rahmen vorkommen. „Aber da muss Schluss sein mit freundlich, Schluss mit Lächeln. Da braucht es klare Ansagen, ein hartes Nein“, sagt Leonhardt.

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