Jeder Hitzetote ein Einzelschicksal, keine Zahl: Regine Neuweiler-Tran will mahnen und weiß den Landtagsabgeordneten Andreas Renner an ihrer Seite.
Renner
Pforzheim
Mahnwache auf Leopoldplatz erinnert an Hitzetote: Zahlreiche Teilnehmer

Pforzheim. Zu einer Mahnwache sind Freitagabend Bürger auf dem Leopoldplatz zusammengekommen, um der Menschen zu gedenken, die in den vergangenen Jahren durch extreme Hitze ums Leben gekommen sind. Organisiert wurde die Veranstaltung von Regine Neuweiler-Tran, engagiert bei der Partei Volt in Pforzheim. Mit der Mahnwache wollte sie das Thema Hitzeschutz stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Unter den Rednern war auch der Landtagsabgeordnete Andreas Renner (CDU), der in seinem Beitrag betonte, Hitzeschutz sei keine Frage der Parteifarbe, sondern gehe alle an. Er verwies auf Maßnahmen des Landes wie die Klimaanpassungsstrategie Baden-Württembergs, die kommunalen Hitzeaktionspläne sowie die neu eingerichtete Taskforce Gesundheitlicher Hitzeschutz, die konkrete Handlungsempfehlungen für Kommunen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen erarbeiten.

Zugleich machte Renner deutlich, dass Anpassung allein nicht ausreiche. Es brauche auch technologischen Fortschritt, etwa bei Abwärmenutzung, Photovoltaik und Wärmepumpen, um Hitzewellen langfristig einzudämmen.

Regine Neuweiler-Tran dankte den zahlreichen Teilnehmenden für ihr Kommen und rief dazu auf, das Thema Hitzeschutz auch über die Mahnwache hinaus wachzuhalten. Hinter jeder Zahl in der Hitzetoten-Statistik stehe ein Mensch – ein Vater, eine Mutter, ein Nachbar. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, kleine Kinder, Pflegebedürftige und Menschen mit Vorerkrankungen. Die Organisatorin und die Redner riefen dazu auf, insbesondere auf hilfsbedürftige Nachbarn zu achten.