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An dieser Stelle an der Durlacher Straße in Pforzheim ist eine junge Frau, die Opfer einer Messerattacke wurde, blutend zusammengebrochen. Ihr Ex-Freund soll der Tat verdächtig sein.
An dieser Stelle an der Durlacher Straße in Pforzheim ist eine junge Frau, die Opfer einer Messerattacke wurde, blutend zusammengebrochen. Ihr Ex-Freund soll der Tat verdächtig sein. © Kurtz
An dieser Stelle an der Durlacher Straße in Pforzheim ist eine junge Frau, die Opfer einer Messerattacke wurde, blutend zusammengebrochen. Ihr Ex-Freund ist der Tat verdächtig sein.
An dieser Stelle an der Durlacher Straße in Pforzheim ist eine junge Frau, die Opfer einer Messerattacke wurde, blutend zusammengebrochen. Ihr Ex-Freund ist der Tat verdächtig sein. © Kurtz
06.07.2019

Mann sticht Ex-Freundin in Pforzheimer Weststadt nieder und läuft auffällig ruhig davon

Pforzheim. Dass es an der Durlacher Straße abends laut wird, ist nicht neu. Doch dieses Mal um 21.50 Uhr war es kein Gelächter von Partygängern und auch nicht das Gegröle von Betrunkenen, dieses Mal hallten laute Hilferufe einer jungen Frau die Straße entlang. Nach ersten noch unbestätigten Informationen soll ihr Ex-Freund sie mit einem Messer vor dem Hauseingang zu einem Supermarkt niedergestochen haben.

Blutspuren an Türen und auch etliche Meter weiter auf dem Gehweg, die von der Polizei fotografiert und von der Spurensicherung dokumentiert werden, zeugen von dieser Bluttat. Ein Sprecher der Polizei verweist am Morgen danach auf die Staatsanwaltschaft, die nun die Ermittlungen aufgenommen hat, bestätigt aber, dass die Frau den Angriff überlebt hat.

Eine Augenzeugin berichtete gegenüber PZ-news, wie der Mann nach einem in Hochdeutsch geführtem Streit zugestochen habe. Die Frau war mit einem Mann zusammen, von dem andere Augenzeugen berichteten, dass er der neue Freund des Opfers sei. Die Frau habe eine Tüte fallen gelassen und sei nach dem Stich in Richtung Berliner Straße gewankt. Dort ist sie dann zusammengebrochen und auf dem Gehweg gelegen.

Angeblich soll der Stich in Halsnähe geführt worden sein. Doch offizielle Angaben gibt es dazu noch nicht, auch über den Gesundheitszustand des Opfers ist nichts bekannt.

Ob der neue Freund bei der Messerattacke eingegriffen hat, ist ebenfalls nicht durch Aussagen belegt. Er rief allerdings dem Tatverdächtigen Beleidigungen hinterher, während der die Durlacher Straße gen Westen in Richtung Maximilianstraße flüchtete.

Zwei weitere Augenzeugen berichteten, dass der schlanke und hoch gewachsene Mann nicht gerannt, sondern eher ruhig gelaufen sei. Er soll mit einem roten T-Shirt, einer roten Baseball-Cap und einem kurzen Jeanshose bekleidet gewesen sein. Mehrere Zeugen wollen etwas in seiner Hand gesehen haben, das ein Messer sein könnte.

Auf seinem Fluchtweg kam der mitteleuropäisch anmutende Typ an einer Augenzeugin vorbei, die ihre Tochter in den Arm nahm und auf türkisch beruhigende Wort zu ihr sprach. Als der Tatverdächtige das hörte, soll er die Mutter und ihre Tochter aggressiv angesehen haben.

Als der Notarzt und die Streifenwagen abgefahren waren, leerte sich die Durlacher Straße wieder. Nur das polizeiliche Absperrband, das vom Eingang zum tiefer gelegenen Supermarkt rund ein Dutzend Meter in Richtung Berliner Straße reichte und den Weg des Opfers vom Stich bis zum Zusammenbruch markierte, flatterte noch im Abendwind.