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Maschinenbrand in Druckerei - Mitarbeiter behandelt - Millionenschaden

Pforzheim. „Das Wichtigste ist, es gab keinen Personenschaden“, sagt Bernhard Huff, Geschäftsführer von Stark Druck im Pforzheimer Altgefäll. Nach einem Brand in einer Rotationsdruckmaschine am Montagabend mussten mehrere Mitarbeiter wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung untersucht werden, doch alle seien wieder daheim. Der Schaden ist immens, aber „kein Auftrag ist gefährdet“, versichert Huff.

Um 17.30 Uhr ging am Montag ein automatischer Brandmeldealarm in der Integrierten Leitstelle ein. Annähernd zeitgleich setzte ein Anrufer aus der Firma einen Notruf ab. Während des normalen Betriebsablaufs kam es nach Zeugenangaben zu einem explosionsartigen Knall in einer rund 70 Meter langen, zehn Meter hohen und sieben Meter breiten Maschine, die dann im Bereich des Falzapparats sofort in Brand geriet. Firmenmitarbeiter hatten die Brandbekämpfung bereits mit Feuerlöschern eingeleitet und so eine Ausbreitung der Flammen auf Nachbarmaschinen und das Gebäude verhindert.

Die Feuerwehr, angerückt mit acht Fahrzeugen und rund 40 Einsatzkräften von Berufswehr und den Freiwilligen-Abteilungen Haidach, Eutingen und Dillweißenstein, übernahm dann die weiteren Löscharbeiten. Wegen zahlreicher kleiner Glutnester innerhalb der Maschine stellten Feuerwehrmänner vorübergehend eine Brandwache. Als Brandursache vermutet die Polizei einen technischen Defekt.

Da Stark Druck als eine der größten Druckereien in Europa über neun solcher großen Maschinen verfüge, so Huff, besitze man ein Back-up, um den Ausfall der in Brand geratenen Rotationsdruckmaschine zu kompensieren. Man könne aber auch „Kollegendruckereien“ mit einzelnen Aufträgen bedenken. Das müsse man „kostenoptimiert verteilen“, sagt Huff. Wichtig sei, dass kein Kunde sich Sorgen wegen seines Auftrags machen müsse.

Die Polizei spricht von einem Millionenschaden. Es könnte in diese Richtung gehen, so Huff. Vielleicht bleibe es auch bei einem hohen sechsstelligen Betrag. Genaues könne man erst sagen, wenn die Maschine in allen Bereichen untersucht und gereinigt wurde und fest steht, was am integrierten Falzapparat noch verwendbar ist oder ob dieser Teil der großvolumigen Maschine komplett ersetzt werden musss. Die riesige Druckmaschine wird in der Regel von fünf Mitarbeitern in vier Schichten bedient. Am Brandtag waren gegen 20.30 Uhr schon wieder alle anderen Druckmaschinen angelaufen, sagt der Geschäftsführer von Stark Druck.

Der Rettungsdienst war mit fünf Rettungs- und Krankenwagen vor Ort, um die an der Brandbekämpfung beteiligten Mitarbeiter auf Rauchgasvergiftungen zu untersuchen. Drei Mitarbeiter mussten für weitergehende Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht werden, scheinen aber keine gesundheitlichen Probleme zu haben.