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Das Wasser drückt von außen ins Gebäude hinein, verdeutlicht Geschäftsführer Martin Gengenbach Bauschäden. Foto: Seibel
Das Wasser drückt von außen ins Gebäude hinein, verdeutlicht Geschäftsführer Martin Gengenbach Bauschäden. Foto: Seibel
01.05.2017

Massiver Wasserschaden im Hospiz Pforzheim/Enzkreis

Pforzheim. Das christliche Hospiz Pforzheim/Enzkreis hat mit einem massiven Wasserschaden zu kämpfen. Die Wände im Erdgeschoss des 2009 erbauten Gebäudes sind feucht, um die Fenster in der Besuchertoilette und im Mitarbeiterraum bröckelt der Putz ab. „Das Wasser drückt von außen herein“, erklärt Geschäftsführer Martin Gengenbach.

An dem Haus mit seinen acht Gastzimmern hat der Schaden bereits deutliche Spuren hinterlassen, was auch den Außenbereich beeinträchtigt. Denn um eines der Fenster, das im abschüssigen Teil des Grundstücks liegt, wurde bereits Erdreich abgetragen und das Fenster freigelegt.

So konnte sich ein Gutachter den Schaden ansehen und bei Gericht ein Beweissicherungsverfahren erreicht werden. Das ist wichtig für das Hospiz, das den Schaden nicht so einfach hinnehmen will. Die jüngste Gesellschafterversammlung hat nun einhellig grünes Licht dafür erteilt, Regressansprüche geltend zu machen, um Entschädigung für die Baumängel zu erhalten. „Zudem wurde beschlossen, den Schaden möglichst rasch zu beheben, um weitere Schäden zu vermeiden“, sagt Gengenbach. Er hofft, dass die christliche Einrichtung an der Heinrich-Wieland-Allee mit der Forderung nach Schadensersatz Erfolg hat. Denn einer Schätzung zufolge wird die Sanierung mehr als 100 000 Euro kosten. Begonnen werden soll damit, sobald das gerichtliche Gutachten vorliegt – voraussichtlich im Spätsommer könnten die Bauarbeiten starten.

Falls sich das gerichtliche Verfahren hinzieht, könne man den Betrag zur Sanierung eventuell aus Rücklagen entnehmen, sagt Gengenbach. Eine weitere finanzielle Belastung ist es dennoch. Schließlich erhält das Hospiz zwar einen Pflegesatz der Krankenkassen. Dieser reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.

Spender tragen Einrichtung mit

Daher ist die Einrichtung, die Sterbende in ihren letzten Tagen begleitet, auf Spenden angewiesen. 250 000 Euro benötigt das Haus in jedem Jahr, um das Defizit zu decken. „Es ist großartig, dass wir dies immer wieder schaffen“, sagt Gengenbach. Dabei meint er nicht nur die Großspender wie Firmen und Unternehmen. Viele Menschen trügen auch mit kleineren Beträgen oder einem Dauerauftrag zugunsten der Einrichtung dazu bei, dass dieses Haus geführt werden könne. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betont der Geschäftsführer.