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Meditativer Protest der Corona-Gegner in Pforzheim

Mit einem stillen Protest zeigten am Samstagnachmittag auf dem Pforzheimer Marktplatz rund 30 Gegner der Corona-Beschränkungen ihren Unmut. Gleich zu Beginn der Demonstration machte ein Sprecher deutlich, dass an diesem Samstag lediglich mit Schweigen und zahlreichen Bannern protestiert werde. Dagegen wurde auf Reden verzichtet. Ganz still blieb der Protest nicht, denn ein Passant applaudierte nach wenigen Minuten und drückte anschließend verbal seine Zustimmung für die Teilnehmer aus.

Diese quittierten dies ebenfalls mit Beifall. Auf Bannern wurden die Medien kritisiert aber auch deutlich gemacht, dass Deutschland mittlerweile einer Justizvollzugsanstalt gleich käme. Ein Teilnehmer zeigte Unverständnis, weshalb die Demonstranten Masken tragen müssen, obwohl die Pflicht seit Februar nicht mehr gelte und gleichzeitig am Rande der Demonstranten einige Personen eine Mahlzeit zu sich nahmen oder rauchten. Gleichzeitig erklärte er, dass sich viele dafür entschieden haben nach Stuttgart zu großen Querdenker-Demonstration zu fahren. Die Bewegung der Querdenker feierte am Samstag ihr einjähriges Bestehen. Deshalb war die Anzahl der Corona-Gegner deutlich kleiner als sonst. Noch Ende März waren 110 Personen bei der Demonstration auf dem Marktplatz. Bereits seit Beginn der Pandemie machen die Gegner auf die Auflagen der Landesregierung zur Eindämmung des Covid-19-Virus aufmerksam. Mittlerweile hat sich der Protest auf die Schulen ausgedehnt. So demonstrieren die Corona-Gegner immer wieder vor Pforzheimer Schulen und sprechen sich deutlich gegen eine Maskenpflicht für Schüler aus. Unter den Teilnehmern am Samstag waren zahlreiche Ältere aber auch zwei Familien mit Kindern. Laut Angaben der Polizei gab es bis auf einige Anmerkungen keinerlei Verstöße. Vor Demonstrationsbeginn wurden die Plakate von Polizeibeamten kontrolliert.