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Symbolbild: Seibel
Symbolbild: Seibel © Symbolbild: Seibel
30.03.2017

Mehrere Angriffe auf Asylbewerber in Pforzheim

Pforzheim. Gleich zwei tätliche Angriffe auf junge Asylbewerber beschäftigen derzeit die Polizei in Pforzheim.

Vermutlich wegen eines Streits um Mädchen war es am Mittwochabend um 20.10 Uhr auf einem Schulhof an der Konrad-Adenauer-Straße zu einer Auseinandersetzung unter mehreren jungen Menschen gekommen.

Als die zwischenzeitlich alarmierte Polizei eintraf, flüchteten die Beteiligten in unterschiedliche Richtungen. Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten nicht zur Ermittlung der mutmaßlichen Täter. Bei den drei bekannten Geschädigten handelt es sich um zwei Asylbewerber syrischer Herkunft im Alter von 12 und 15 Jahren sowie um einen 20-jährigen Iraker. Der 12-Jährige musste mit leichten Verletzungen unter Einsatz eines Rettungsteams zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Bereits vergangenen Freitagabend war es am gleichen Ort zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Unbekannten und einem 23 Jahre alten Iraker gekommen. Der junge Mann habe laut Polizei offenbar einen Faustschlag ins Gesicht erhalten und sei auch mit Pfefferspray angegriffen worden. Offensichtliche Verletzungen hatte der 23-Jährige allerdings nicht davongetragen.

Bei ihrer Fahndung kontrollierte die Polizei vier jüngere Deutsche, die ein verbotenes sogenanntes Einhandmesser und mit Quarzsand befüllte Handschuhe bei sich führten.

Weitere Ermittlungen führt nun das Haus des Jugendrechts.

[Im Jahr 2016 hatte es in Pforzheim und dem Enzkreis zehn politisch motivierte Straftaten gegen Flüchtlinge gegeben.]

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