Die Fritz-Erler-Schule in Pforzheim ist Schauplatz einer Messerattacke geworden.
Röhr
Pforzheim
Messer-Attacke an Fritz-Erler-Schule: Mutmaßliche Angreifer und Opfer kannten sich wohl
  • pol/pz/lsw

Pforzheim. Ein größerer Polizeieinsatz an der Fritz-Erler-Schule hat schon am Dienstagnachmittag in Pforzheim schnell die Runde gemacht. Am Abend bestätigte die Polizei, dass bei einem mutmaßlichen Angriff zweier Personen gegen 14.30 Uhr zwei Schüler schwer verletzt worden sind. Bei der Tat soll auch ein Messer zum Einsatz gekommen sein.

Nach derzeitigen Erkenntnissen hielten sich die beiden 17-jährigen Schüler zusammen mit weiteren Personen auf einer Bank im Schulgebäude auf, als ein 18-jähriger Tatverdächtiger, gemeinsam mit einem 19-Jährigen, die Schule betreten und im weiteren Verlauf mit dem Messer auf die beiden Schüler eingestochen haben soll. Die beiden Täter sind laut Polizei zunächst in unbekannte Richtung geflüchtet. Alle Beteiligten, sowohl die mutmaßlichen Täter als auch die Opfer, haben jeweils die deutsche als auch die türkische Staatsbürgerschaft. Die mutmaßlichen Angreifer sind laut Polizei keine Schüler des Fritz-Erler-Gymnasiums. Man gehe davon aus, dass sich die Tatverdächtigen und die Opfer kannten - bei Ermittlern ist in solchen und ähnlichen Fällen von einer "Vorbeziehung" die Rede.

Mutmaßliche Täter festgenommen

Die sofort eingeleitete Fahndung brachte die Ermittler auf die Spur der beiden mutmaßlichen Tatverdächtigen, die vorläufig festgenommen worden sind. Nach wie vor sind die beiden verhaftet und nicht wieder auf freiem Fuß, wie die Polizei am Mittwoch bestätigte. Die schwer verletzten Schüler wurden derweil zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand keine.

Während des Einsatzes befanden sich laut Polizei Dutzende Schülerinnen und Schüler außerhalb des Gebäudes. "Es bestand aber zu keiner Zeit eine Bedrohung Dritter", sagt Polizeisprecher Benjamin Koch. 

Die Untersuchungen der Polizei dauern aktuell weiter an – insbesondere auch zum Hintergrund der Tat. 

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen darum, sich unter der Rufnummer (07231) 1 86 44 44 beim Kriminaldauerdienst zu melden.

Zuletzt hatte es mehrere Gewalttaten in Schulen in Baden-Württemberg gegeben. In St. Leon-Rot bei Heidelberg und in Offenburg waren dabei sogar eine Schülerin beziehungsweise ein Schüler ums Leben gekommen.

Themen