Pforzheim. Der Schloßpark kommt nicht zur Ruhe. In diesem kritischen Milieu begegnen sich unterschiedlichste Grüppchen aus verschiedenen Gründen. Immer wieder gibt es dort Streit unter oder in den Gruppen, der nicht selten handgreiflich endet. Oft spielt Alkohol dabei eine Rolle. Regelmäßig schauen Fußstreifen der Polizei dort vorbei. Am Mittwoch gegen 14.30 Uhr kam es einmal mehr zu einer Auseinandersetzung, die mit einer lebensgefährlichen Messerattacke einen blutigen Verlauf nahm.

Polizeieinsatz nach Messerangriff am Schloßberg - Spurensuche läuft
Nach derzeitigen Erkenntnissen hielt sich das 43-jährige Opfer mit weiteren Personen im Schloßpark auf, als ein 54-jähriger Mann hinzukommt und im weiteren Verlauf mit einem Messer auf sein Opfer eingestochen haben soll. Den alarmierten und herbeigeilten Polizeikräften gelang es, den deutschen Tatverdächtigen noch vor Ort widerstandslos festzunehmen. Der Verletzt wurde vom Rettungsdienst mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Im Schloßpark hatten Beamte von Schutz- und Kriminalpolizei überall nach der Tatwaffe gesucht. Ob sie gefunden wurde, ist noch unbekannt. Aus ermittlungstaktischen Gründen, so Polizeisprecher Frank Weber, kann die Polizei dazu aktuell keine Auskünfte geben, auch nicht zum Motiv des 54-jährigen mutmaßlichen Messerstechers. Da die Ermittlungen erst noch am Anfang stehen, gebe es auch noch keine Erkenntisse bezüglich eines Einflusses von Alkohol oder Drogen. Auch die Zeugenaussagen müssten erst noch überprüft werden.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet weitere Zeugen darum, sich unter Telefon (07231) 186-4444 beim Kriminaldauerdienst zu melden.

