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Hier gehts lang - oder auch nicht: Absperrbänder weisen den Schülern am Hilda-Gymnasium ab Montag den Weg.  Foto: Meyer 

Mit Abstand und ohne Umwege zurück in die Klasse: Für Tausende Schüler startet am Montag wieder die Schule

Pforzheim. Stühle rücken, Bänder spannen, Pläne machen - ab dem Moment der Bekanntgabe, dass die Schulen im Land ab dem 4. Mai schrittweise wieder öffnen werden, war es ein Rennen gegen die Zeit. Drei Tage vor dem Start am Montag sind fast überall die Vorkehrungen abgeschlossen. Doch erst „die nächsten beiden Wochen werden zeigen, ob die Konzepte tragen“, sagt Martin Hoffmann, Rektor der Fritz-Erler-Schule und geschäftsführender Schulleiter der beruflichen Schulen.

Zu achten ist etwa auf den Abstand. Näher als 1,5 Meter sollen sich niemand  kommen. Und zwar nirgends. „Das Einhalten der Hygienevorschriften stellt uns vor besondere Herausforderungen“, räumt Edith Drescher, Rektorin am „Hilda“ sowie geschäftsführende Schulleiterin aller Gymnasien ein. Wegen der Abstandsregeln werden viele Klassen über mehrere Räume verteilt unterrichtet werden müssen. Wer durch das Coronavirus besonders gefährdet ist, egal ob Schüler oder Lehrer, bleibt vom Präsenzunterricht befreit. Die Teilnahme an der Abschlussprüfungen muss den Schülern aber ermöglicht werden. Will ein minderjähriger Schüler dieser Gruppe dennoch die Schule besuchen, braucht es die Einverständniserklärung der Eltern. Wer Krankheitssymptome zeigt, soll unbedingt daheim bleiben - das geht auch ohne Attest.

Knapp 200 Schüler in der Notbetreuung

Aufgrund der Lockerungen, vor allem im Einzelhandel, hat das Land angeordnet, die Notbetreuung für Kinder zu erweitern. Ein Anrecht darauf haben Eltern, deren Beruf systemrelevant sind, oder aber die für ihre Arbeitgeber „unabkömmlich“ sind, und die Kinder nicht anderweitig privat betreuen können, wie das Kultusministerium schreibt. Dafür muss ein entsprecher Nachweis vorliegen.

Start der erweiterten Notbetreuung war am 27. April. Davor wurden laut städtischer Pressestelle 65 Kinder, ganz überwiegend im Grundschulalter, betreut. Am Montag waren es nun bereits 199 Schüler, wobei nach wie vor die meisten die Klassen 1 bis 4 besuchen. Noch seien die Räumlichkeiten asureichend - daran ändere auch der Schulstart am Montag nichts. Sollten im Zuge der schrittweisen Öffnung für alle Klassen die Schulen jedoch wieder voller werden, „könnte es an manchen Standorten Engpässe geben“, so die Stadt.

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Jeanne Lutz

Jeanne Lutz

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