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© Symbolbild: dpa
02.04.2012

Mit Fleischklopfer traktiert und stranguliert - Tat bestritten

Karlsruhe (dpa/lsw) - Sie sollen einen Mann im Streit mit einem Fleischklopfer immer wieder auf den Kopf geschlagen und ihn schließlich stranguliert haben - der 32-jährige Angeklagte aus Pforzheim hat am Montag zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Karlsruhe die Tat bestritten. Seine ebenfalls angeklagte mutmaßliche 30-jährige Komplizin schwieg. Die beiden sollen ihr 44-jähriges Opfer Anfang 2011 ins thüringische Gotha gelockt und dort getötet haben. Mit der Leiche fuhren sie laut Anklage danach ins Elsass und versteckten sie bei Lauterbourg nahe Karlsruhe in einem Gebüsch.

Eine Spaziergängerin entdeckte vier Wochen später neben einem Radweg den Toten. Erst der grausige Fund brachte die Ermittlungen ins Rollen.

Die Täter sollen den 44-Jährigen am 7. Januar 2011 in der Wohnung der Frau zunächst bewusstlos geschlagen haben. Vor Gericht gab der Angeklagte an, dass es einen Streit gegeben habe, weil der 44-Jährige die Frau mit anzüglichen Bemerkungen belästigt habe. Daraufhin habe die Frau mit einem Fleischhammer auf den Kopf des Mannes geschlagen, er selbst habe ihm Faustschläge ins Gesicht versetzt.

Noch in der Nacht hätten sie sich ins Auto gesetzt, um den Schwerverletzten nach Pforzheim zu einem Arzt zu bringen. In Pforzheim hätten sie einen Bekannten getroffen, der sie überredet habe, zur medizinischen Versorgung zu einem Verwandten ins Elsass zu fahren. Dieser Bekannte sei vor der französischen Grenze alleine mit dem Opfer weitergefahren und nach einer Stunde alleine wiedergekommen - mit dem Hinweis: Es sei alles erledigt.

Oberstaatsanwalt Christoph Reichert verwies diese Angaben ins Reich der Fabel. Der durch die Angaben des Angeklagten beschuldigte Mann habe diese Geschichte bestritten und sich zum Tatzeitpunkt nachweislich an einem anderen Ort aufgehalten. Der Angeklagte saß bereits zwischen 2003 und 2008 wegen Totschlags im Gefängnis.

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