760_0900_124253_ROL_PROSTATA_VORTRAG_4.jpg
Sven Lahme erklärt die einzelnen Behandlungsschritte. . Foto: Roller 

Mit dem Laser für mehr Wohlbefinden: Experte klärt über Behandlungen bei vergrößerter Prostata auf

Probleme beim Wasserlassen, plötzlich einsetzender Harndrang und ein Druckgefühl im Bereich des Unterbaus: Eine vergrößerte Prostata kann unangenehme Folgen haben. Als Sven Lahme bei einer Videokonferenz über Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten spricht, hören ihm am Dienstagabend in der Spitze mehr als 120 Menschen zu. Lahme gilt als einer der renommiertesten Experten auf dem Gebiet.

Der Professor ist nicht nur Facharzt für Urologie, sondern auch ärztlicher Direktor der Goldstadt-Privatklinik, in der sämtliche diagnostische und therapeutische Maßnahmen des urologischen Fachgebiets angeboten werden. Lahme informiert über die Funktion der Prostata, erklärt, dass sie ein Teil des männlichen Geschlechtsorgans ist und unterhalb der Harnblase liegt. Bei einer Vergrößerung übt sie Druck auf die Harnröhre aus, was zu Problemen beim Wasserlassen führen kann. Lahme spricht von einer „Volkskrankheit“, von der rund 30 Prozent der Männer im Alter von 60 bis 69 Jahren betroffen sind. Aber nicht immer ist das mit Beschwerden wie einer Abschwächung des Harnstrahls, häufigem Wasserlassen oder dem Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung verbunden. Und nicht jede Vergrößerung ist behandlungsbedürftig. Aber falls doch, dann gibt es dafür Medikamente, auch pflanzliche. In manchen Fällen hilft nur eine Operation. Was dabei gemacht wird, das erklärt Lahme anhand einer Skizze, die er mit Kugelschreiber auf ein Blatt Papier zeichnet. Im Gespräch mit PZ-Chefreporter Alexander Heilemann beantwortet der Professor die gängigsten Fragen. Heilemann will wissen, wie man ein Problem mit der Prostata bemerkt, warum sie sich vergrößert und wann man zur Vorsorge gehen sollte. Lahme stellt Medikamente vor, informiert über die Risiken einer Operation und zeigt, wie ein Aufenthalt in der Goldstadt-Privatklinik konkret aussieht: Dazu steht er auf und geht in ein Untersuchungszimmer, wo er mit seinem Kollegen Holger Isensee ein Beratungsgespräch nachstellt. Anschließend zeigt er den Ablauf einer Ultraschalluntersuchung, mit der die Prostatavergrößerung diagnostiziert werden kann. Im Nebenraum wartet eine Schwester, die mithilfe einer Gießkanne den Harnstrahltest vorführt – eine Untersuchung, die ebenso wie eine endoskopische Untersuchung der Blase im Einzelfall zusätzlich vorgenommen werden kann. Dann schaltet die Regie in den Operationsbereich, wo ein Pfleger zuerst die Lagerung des Patienten auf dem OP-Tisch zeigt, bevor Joseph Anudu an einem Modell die sogenannte „Ausschälung“ der Prostata demons-triert, bei der Gewebe mit einer elektrischen Schlinge abgetragen wird. Eine andere Operationsmöglichkeit ist die Holmiumlaser-Enukleation, die Lahme anschließend im Nebenraum erklärt. Bei ihr wird das Prostatagewebe mit einem Laser von der Prostata-Kapsel gelöst und in die Harnblase geschoben, aus der es anschließend entfernt wird. Nach einem Exkurs zu den Narkoseverfahren erklärt eine Schwester, wie es nach der Operation weitergeht: Sie zeigt eines der eingerichteten Patientenzimmer, die alle klimatisiert sind und über ein eigenes Bad verfügen. Bis zu viermal pro Tag besucht der behandelnde Oberarzt in der Goldstadt-Privatklinik seine Patienten, die mit frisch zubereiteten Mahlzeiten in Gourmet-Qualität verköstigt werden.