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Das Projekt leiten vonseiten der Stadt Sozialplaner Joachim Hülsmann, Claudia Walther von der Bertelsmann Stiftung, Annalena Rehkämper von der Phineo gAG sowie Scholastika Hansen ais dem Bereich Kommunikation und Internationales.  Foto: Stadt Pforzheim 

Modellprojekt gestaret: Pforzheim auf dem Weg zur weltoffenen Kommune

Pforzheim. Wie kann das Zusammenleben vor Ort in Vielfalt, unabhängig von Herkunft, Weltanschauung und Religion, verbessert werden? Dies ist eine der zentralen Fragestellungen eines bundesweiten Modellprojekts der Bertelsmann Stiftung und der Phineo gAG. Dabei werden 40 Kommunen in den nächsten beiden Jahren einen sogenannten „Selbstcheck weltoffene Kommune“ durchführen.

Die Stadt Pforzheim gehört als eine der ersten Kommunen dazu. „Pforzheim zeigt dadurch bundesweit sein Interesse an Toleranz und einem guten Miteinander in der Kommune und will sich klar gegen Anfeindungen, Drohungen und Gewalt von Personen positionieren. Für mich ist dieses Projekt eine ausgezeichnete Möglichkeit, Pforzheim als weltoffene Stadt zu positionieren“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Bürgermeister Frank Fillbrunn ergänzt: „In Pforzheim ist die Integration verschiedener Kulturen und Nationalitäten bereits fester Bestandteil vieler Projekte, Initiativen und städtischer Maßnahmen. Wir möchten mit dem Modellprojekt sowohl an diese vorhandene Vielfalt anknüpfen als auch Neues für Pforzheim entdecken und auch einen kritischen Blick darauf richten, was wir noch besser machen können.“

Verwaltung und Zivilgesellschaft können laut Pressemeldung mit Hilfe des Selbstchecks eine Einschätzung vornehmen, wie weit Pforzheim auf dem Weg zu einer weltoffenen Kommune bereits ist und gleichzeitig die Integrations- und Vielfaltpolitik der Stadt gemeinsam weiterentwickeln. Das Modellprojekt wird von der gemeinnützigen Phineo AG, einem Analysehaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement, und der Bertelsmann Stiftung mit Unterstützung der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration durchgeführt. Das Projekt ist gestern mit einem Auftaktgespräch gestartet, um das Verfahren für die zukunftsorientierte Gestaltung der Weltoffenheit in der Stadt zu beginnen. „Darüber hinaus kann gemeinsam mit Politik, Verwaltung und der Bürgerschaft das Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich für die Weltoffenheit einsetzen weiter gestärkt werden,“ so Boch.

Im Projektzeitraum werden neben dem Selbstcheck auch Angebote für Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung entwickelt, um wirkungsvoller Rassismus, Diskriminierung und Konflikten entgegenzutreten. Auch Bürgerdialoge soll es geben, um Ideen für Maßnahmen weiterzuentwickeln.

Mehr über Pforzheims Teilnahme an dem Projekt lesen Sie am Samstag, 29. Februar, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news.