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Im Eingangsbereich der Kita am Schloßberg ereignete sich im Mai die Tat, die die Staatsanwaltschaft als Mord angeklagt hat. Archivfoto: Seibel
Im Eingangsbereich der Kita am Schloßberg ereignete sich im Mai die Tat, die die Staatsanwaltschaft als Mord angeklagt hat. Archivfoto: Seibel
Auch mit Spürhunden fahndete die Polizei nach der Messerattacke in der Kindertagesstätte am Schloßberg nach dem Täter. Foto: Seibel/PZ-Archiv
Auch mit Spürhunden fahndete die Polizei nach der Messerattacke in der Kindertagesstätte am Schloßberg nach dem Täter. Foto: Seibel/PZ-Archiv
Sie gedachten der Erzieherin mit einem Gebet: Christiane Quincke (Dekanin), Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Bernhard Ihle (Dekan, von links). Archivfoto: Seibel
Sie gedachten der Erzieherin mit einem Gebet: Christiane Quincke (Dekanin), Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Bernhard Ihle (Dekan, von links). Archivfoto: Seibel
06.10.2017

Mordprozess vor Schwurgericht: Ehefrau am Schloßberg niedergestochen

Pforzheim/Karlsruhe. Es ist ein Mittwoch im Mai: Eine 50-jährige Erzieherin will die Kindertagesstätte am Schloßberg unterhalb des Lutherhauses verlassen. Da tritt ein Mann auf sie zu – es ist ihr Ehemann. Die Frau versucht, zurück ins schützende Haus zu fliehen, doch sie erreicht nur den Eingangsbereich. Ihr Mann, so wirft es ihm die Staatsanwaltschaft vor, sticht mindestens 20-mal auf die wehrlose Frau ein. Schwerst verletzt wird sie ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie drei Tage später stirbt. Am 17. November ist der Prozessauftakt gegen den 53-Jährigen.

Die Tat wühlt alle auf: die Eltern der Kinder (die nicht direkt von der Bluttat etwas mitbekommen haben), Kollegen, die Kirchengemeinde. Der mutmaßliche Täter befindet sich auf der Flucht, versucht nach Erkenntnissen der Ermittler, sich das Leben zu nehmen – was scheitert. Einen Tag nach der Tat wird er nach einer Verfolgungsjagd im Wald zwischen Dietenhausen (hier wohnte das Ehepaar) und Auerbach von der Polizei gestellt, festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Der erlässt Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes.

Aus einer versuchten wird eine vollendete Tat – zwei Monate später klagt die Staatsanwaltschaft den 53-Jährigen wegen Mordes zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Karlsruhe an.

Auf Anfrage der PZ bestätigt der für Presseauskünfte zuständige Erste Staatsanwalt Bernhard Ebinger, dass die Kammer den Prozess bereits terminiert hat: Auftakt ist am Freitag, 17. November, fortgesetzt wird die Verhandlung am Montag, 4., Mittwoch, 6., und Donnerstag, 7. Dezember, im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Karlsruhe.

Mehr lesen Sie am Freitag. in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.