Pforzheim. Altmeister Alfred Hitchcock hätte seine Freude gehabt an dieser mysteriösen Erscheinung und den Reaktionen, die diese bei Anwohnern und Passanten im Rodgebiet auslöst. Plötzlich steht da ein Häuschen, alt, etwas finster und heruntergekommen, allein auf weiter Flur. Selbst jene Anrainer, die tagtäglich die Hercyniastraße passieren, reiben sich verblüfft die Augen. Das Wort „Geisterhaus“ macht im gehobenen Viertel auf Pforzheims Höhen die Runde.
Eigentlich ein Fall für den Pforzheimer Konzeptkünstler Andreas Sarow – er soll schon dran sein. Auslöser sind Rodungen, die auf dem Areal zwischen Hercynia-, Grünewald- und Postwiesenstraße laufen. Dort schreitet die Erschließung eines großen Neubaugebiets voran, durch den das bewohnte Rodgebiet enorm anwachsen wird. Bis dato war dieses Geisterhaus hinter dort wuchernden Bäumen und Büschen verborgen.
Wie der städtische Sprecher Philip Mukherjee erläutert, ist die Rodung bereits abgeschlossen. In den kommenden zwei Wochen würden die Baumstümpfe weggefräst und das Gelände geräumt. Ab September sollen dann auch die Hütten und kleineren Gebäude abgerissen werden – ein halbes Dutzend gibt es davon auf dieser Fläche. Hitchcocks Hütte steht zwar vereinzelt und wegen der Nähe zum Straßenrand besonders im Fokus, ist aber nicht allein.
Ende 2020 alles erschlossen
Hier läuft bereits der zweite Bauabschnitt, um das „Lange Gewann“ für neuen Wohnraum zu erschließen. Bereits im Sommer 2016 war damit begonnen worden, jenen Abschnitt, der die Max-Kassube-Straße, Gisela-Bär-Straße, Franklinstraße und einen Teil der Postwiesenstraße umfasst, zu bearbeiten.
Nun geht es also im westlichen Teil voran, in dem die künftigen Gebäude über die DanielGreiner-Straße angesteuert werden können. Der Straßenbau wird ebenfalls im September beginnen, bis Ende 2020 soll das „Lange Gewann“ erschlossen sein. Es wird rund fünf Hektar Bauland mit 124 Bauplätzen bieten – und nicht das Ende der Wohn-Expansion auf dem Rod sein.
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