KINA - Wenn Häftlinge als Schreiner arbeiten
Dem verurteilten Mörder gelang im Oktober 2023 die Flucht aus der JVA Bruchsal.
Uwe Anspach/picture alliance/dpa
Pforzheim
Nach Festnahme von Pforzheimer Mörder in Moldau: 44-Jähriger nun an Deutschland ausgeliefert
  • pol/pz

Neun Monate nach seiner Flucht an einem Baggersee wurde ein Häftling aus Bruchsal in Südosteuropa gefasst. Am 30. Oktober, also ein Tag vor Halloween, war der unter anderem wegen Mordes verurteilte Mann bei einer geplanten Ausführung im Bereich eines Baggersees trotz Begleitung von zwei Justizbediensteten der Justizvollzugsanstalt Bruchsal in ein angrenzendes Waldstück geflohen.

Bereits im Juli sprach man von einer Auslieferung durch die Republik Moldau. Unklar war zu diesem Zeitpunkt jedoch, wann der Verurteilte bei erfolgreichen Verhandlungen nach Deutschland zurückgebracht werden könne und in welcher Justizvollzugsanstalt der Mann nach seiner Rückkehr untergebracht werden solle. 

Nach zwischenzeitlich erfolgter Bewilligung durch die moldauischen Justizbehörden wurde der 44-Jährige am heutigen Nachmittag durch Beamte der Zielfahndung des LKA BW nach Deutschland zurückgeführt. Um einer Störung der Rückführung vorzubeugen und um jegliche Gefährdung von Unbeteiligten auszuschließen, erfolgte der Flug aus Moldau dabei mit einem Polizeiflugzeug. Das haben die Staatsanwaltschaft Karlsruhe/Zweigstelle Pforzheim und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Mittwochabend mitgeteilt.

Nach der Landung am Flughafen Stuttgart wurde der Entflohene in eine baden-württembergische Justizvollzugsanstalt gebracht, wo die Vollstreckung der verhängten lebenslangen Freiheitsstrafe nun fortgesetzt wird. Dabei handle es sich jedoch nicht um die Justizvollzugsanstalt, in der der 44-Jährige bis zu seiner Flucht inhaftiert gewesen war.

Die Kosten, die im Rahmen der Wiederergreifung und insbesondere im Zusammenhang mit der Rückführung des Entflohenen entstanden sind, werden dem 44-Jährigen in Rechnung gestellt werden.

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