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Ein Hauch von Münchener Olympiastadion: Pylonen tragen das Edelstahlnetz, unter dem die Landschaft der Voliere entsteht. Wie Wildpark-Förster Carsten Schwarz berichtet, hat der international erfahrene Bauleiter diese Neuerung als „eine der schönsten Anlagen dieser Art überhaupt“ bezeichnet. Meyer 
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Hereinspaziert: Carsten Schwarz zeigt die Schleuse, die Besucher passieren werden. 
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Der Waldrapp 

Nach Rekordjahr: Mit dieser neuen Attraktion setzt Pforzheims Wildpark Maßstäbe

Pforzheim. Noch haben die Waldrappen ihr neues Domizil nicht bezogen. Doch Wildpark-Förster Carsten Schwarz öffnet für die PZ schon einmal die Besucherschleusen zu einer Attraktion, die in der Anlage im Hagenschieß Maßstäbe setzen wird.

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Wildpark Pforzheim: Neue Voliere wird bald eröffnet

Ein gigantisches Edelstahlnetz überspannt die mächtigen Pylonen, zwischen denen ab dem Frühjahr Waldrappen und im hinteren, separaten Bereich Uhus flattern werden – ganz nah an Tierfreunden aus Pforzheim und aller Welt. Diese haben im vergangenen Jahr, als der Wildpark sein 50-jähriges Bestehen feierte, in Scharen ihre Verbundenheit mit der Einrichtung und ihren Bewohnern gezeigt.

Erneut, betont Jan Lauer, der Vorsitzende des Wildpark-Fördervereins, wurden die Besucherzahlen gesteigert. 2018 war ein Rekordjahr, auch wenn wegen des freien Eintritts nur grobe Schätzungen angesichts der Parkgebühren und Futterverkäufe möglich sind. Zwischen 500 000 und 700 000 Gästen dürfte sich die Zahl bewegen. Angesichts der anvisierten Attraktionen ist es gut möglich, dass dieser Wert im laufenden Jahr gleich wieder übertroffen wird.

Hochzufrieden sind die Verantwortlichen mit dem Verlauf des Jubiläumsjahrs. Das vom Ladies’ Circle initiierte „1. Pforzheimer Bällerennen“ war im Wortsinn ein Renner. „Richtig erfolgreich“ ist laut Lauer auch der von der PZ unterstützte Fotowettbewerb gewesen, wie die enorme Nachfrage nach dem daraus entstandenen Kalender zeigt. Dutzende weitere Veranstaltungen belebten den ohnehin stets hochfrequentierten Park. Großer Dank gelte seinem „eingeschworenen Team“, das „wirklich alles gegeben“ habe, sagt Carsten Schwarz, aber auch den zahllosen ehrenamtlich engagierten Bürgern, ohne die solch ein vielfältiges Jubiläumsprogramm gar nicht zu stemmen gewesen wäre: „Da kam von A bis Z Begeisterung rüber.“ Positive Botschaften in und über Pforzheim sind rar. Der Wildpark sei „solch ein Leuchtturm für gute Nachrichten“, sagt Schwarz, „und so soll es auch bleiben.“ Hier könne man „in ein Stück heile Welt“ eintauchen, und das ist Bürgern offensichtlich im Wortsinn einiges wert. Wie Jan Lauer betont, werden gut 900 000 Euro der Gesamtinvestition von 1,2 Millionen Euro für die Waldrapp-Voliere, also annähernd 80 Prozent, über den Förderverein gestemmt, was den Aufwand aus dem Stadtsäckel überschaubar macht. „Es ist unser aller Anlage“, bekräftigt Schwarz. Und die nimmt zusehends Formen an. Lauer und Schwarz sind zuversichtlich, dass bis zum Muttertag, 12. Mai, alles fertig ist.

Auch sonst hat der Veranstaltungskalender wieder Etliches zu bieten. Schon jetzt gehen im Akkord potenzielle Aufnahmen für den Fotokalender ein, von dem es eine Neuauflage gibt. Einsendungen sind möglich per E-Mail an foto.wildpark@pforzheim.de oder auf Instagram unter #piccontestwildparkpforzheim.

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