Pforzheim-Huchenfeld. Hoch emotional – so ist es bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Schwimm-Sport-Vereins Huchenfeld zugegangen. Der Vorsitzende Stefan Metzger erläuterte mit seinem Vorstandsteam die Situation nach der Schließung des Huchenfelder Bades.
Zu spät, wie einige der Mitglieder monierten. Doch Metzger widersprach. Vonseiten der Stadt und dem Bäderamt habe es keine oder nur sehr spärliche Informationen gegeben.
Als Beispiel nannte er den aktuellen Belegungsplan. Diesen habe der Vorstand erst am Vorabend der Veranstaltung überreicht bekommen, nach dem am 21. November ein klärendes Gespräch im Rathaus mit verschiedenen Vereinsvertretern stattgefunden habe. Aus Sicht der Wasserportvereine hätte die Stadt schon im September die Pläne vorlegen können, da zu diesem Zeitpunkt bereits die Schulen ihre Stundenpläne und ihren Bedarf abgeklärt hatten.
Vorstand und Mitglieder zeigten absolutes Unverständnis für die vorzeitige Schließung des Bades zum 16. Dezember. Das, sowie die Begründung, sei eine absolute Unverschämtheit der Stadtverwaltung und des Bäderamts, hieß es.
Im Anschluss wurde den Mitgliedern durch den sportlichen Leiter Thorsten Bierkamp erläutert, wie die Wasserflächen zukünftig über die Vereine verteilt werden und wie sich die Zeiten für den SSVH darstellen. Die Vorbereitungszeit sei extrem kurz, um die ehrenamtlichen Trainer zu den geänderten Bedingungen wieder zu gewinnen. Alles in allem werde der Verein über Jahre nur ein reduziertes Angebot bieten können.
Auch die unklare Situation bezüglich eines Neubaus konnte niemand abschließend erläutern. Die Stadtverwaltung weigere sich, den Beschluss des Gemeinderates umzusetzen, so der Verein in einer Meldung an die Presse. Diese unklare Situation wurde von Metzger nochmals bemängelt. Er geht davon aus, dass auf den Verein eine Überbrückungszeit von drei bis vier Jahren zukomme. Über diesen Zeitraum sei ein Wirtschaftsplan erstellt worden, um das Überleben des Vereins zu sichern. Zurzeit rolle eine massive Austrittswelle auf den Verein zu. Um diese zu stoppen, hat der Vorstand vorgeschlagen, für 2019 die Mitgliedsbeiträge um 50 Prozent zu reduzieren, da ab 2019 nur noch ein stark reduziertes Angebot vorhanden ist. Hierüber haben die Mitglieder erneut kontrovers diskutiert und selbst Vorschläge unterbreitet. Bei der Abstimmung sprach sich die Mehrheit dafür aus.

