
Pforzheim. Als ein Pforzheimer Gerichtsvollzieher 2024 im hiesigen Bezirk einen Mann verhaften will, verbarrikadiert sich dieser hinter seiner Wohnungstür. Ein Schlüsseldienstmitarbeiter und Polizeibeamte kommen zur Hilfe. Beim Öffnen der Tür verletzt sich ein Polizist an der Hand. Der Beschuldigte versucht, das Eintreten der Beamten zu verhindern, und greift, als dies ihm gemeinsam mit seiner Ehefrau nicht gelingt, zu einem halben Meter langen Holzstock. Mit diesem schlägt er auf die Polizeibeamten ein, die Ehefrau stürzt sich zeitgleich schlagend auf einen weiteren Polizisten. Nachdem sie zunächst die Ehefrau überwältigt haben, können die Beamten später auch den Schuldner festnehmen. Beim Abtransport in die Justizvollzugsanstalt befreit er sich und verletzt einen weiteren Polizeibeamten mittels eines Schlages auf das rechte Auge. Ein Ausnahmevorfall. Einen solchen Fall körperlicher Gewalt wie bei seinem Kollegen hat Harald D. (Name geändert) in 25 Berufsjahren noch nicht erlebt.
Bis zu zehn Räumungen im Jahr
Der 59-Jährige hat mit fünf Kollegen ein Gemeinschaftsbüro in Pforzheim und vollstreckt im Auftrag von Gläubigern Titel. In seinem Katalog von Zwangsvollstreckungen verzeichnet er auch bis zu zehn Räumungen pro Jahr
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