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Zahlreiche Polizisten waren während und nach der Bombendrohung im Einsatz. 

Nach der Bombendrohung im Rathaus in Pforzheim: Was wir wissen – und wo Antworten fehlen

Pforzheim. Eine Bombendrohung hat am Mittwochvormittag die Pforzheimer Innenstadt lahmgelegt. Von einem Moment auf den anderen herrschte in der City Großalarm. PZ-news fasst zusammen, was über die Drohung und deren Folgen bekannt ist – und was nicht.

[Liveticker zum Nachlesen: Bombenalarm im Rathaus - Entwarnung nach dreieinhalb Stunden]

Bombendrohung versetzt Pforzheim in Aufregung
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Bombendrohung versetzt Pforzheim in Aufregung

Was wir über die Bombendrohung wissen: 

  • Die zeitlichen Abläufe: Um 9.52 Uhr ging eine E-Mail bei der städtischen Poststelle ein. Diese erreicht kurz danach Oberbürgermeister Peter Boch, der zu dem Zeitpunkt gerade mit mehreren Kollegen tagte und so schnell reagieren konnte. Um 10.59 Uhr begann die Evakuierung, um 13.20 Uhr gab die Polizei Entwarnung.
  • Die Drohung: Der Absender nannte sich „Der Widerstand“. Dieser erklärte, einen 1,5-Kilo-TNT-Sprengsatz in einem schwarzen Sportrucksack platziert zu haben. Die Drohung erwies sich als falsch.
  • Ähnliche Vorfälle gab es am Mittwoch in Zwickau in Sachsen, der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt sowie der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Polizei bestätigte, dass die dortigen Drohungen einen identischen Inhalt hatten und alle drei mit „Der Widerstand“ unterzeichnet waren.
  • Klar ist inzwischen auch, dass der gefundene, harmlose Rucksack nicht absichtlich im Rathaus platziert wurde. Er befand sich in einem Nebenraum, wo ihn ein Fensterputzer abgelegt hatte - offenbar in Absprache mit einem dortigen Mitarbeiter.
Bombendrohung Rathaus 55
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Bombenalarm: City gesperrt, Gebäude evakuiert

Was wir über die Bombendrohung nicht wissen:

  • Wer die Drohmails verschickt hat, war am Mittwochabend noch nicht bekannt.
  • Ob es in den Mails einen Hinweis auf rechtsextremistische Urheber gibt, konnte die Karlsruher Polizei am Mittwoch noch nicht sagen.
  • Bundesweites Aufsehen hatten bereits Drohungen erregt, in deren Folge am 26. März in mehreren Städten Rathäuser, Verwaltungsgebäude und ein Kindergarten evakuiert worden waren. Betroffen waren seinerzeit Augsburg, Göttingen, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein. Ob es einen Zusammenhang zwischen diesen und den erneuten Drohungen gibt, ist unklar.
Simon Walter

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Marek Klimanski

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Bärbel Schierling

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