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Die Betreiberfamilie freut sich über große Resonanz schon vor der offiziellen Eröffnung: Natalie Wachtler mit Partner Andreas Bär, OB Gert Hager sowie Günter, Dagmar und Raphael Wachtler (von links). Foto: Seibel
Gleich mehrere Startschüsse gibt es an der Postwiesenstraße – dank der Grausamen Barbara, mit der die Belrem-Gilde salutiert. Foto: Seibel
18.05.2017

Nach jahrelanger Planung eröffnet Supermarkt im Rodgebiet

Pforzheim. Er war Hoffnungsträger, Zankapfel, kommunalpolitischer Dauerbrenner und Gesprächsthema Nummer eins im Rodgebiet – und dies alles lange, bevor er überhaupt fertig war. Der Supermarkt an der Postwiesenstraße ist ein in vielfacher Hinsicht exponiertes Bauprojekt. Um so größer sind nun Freude wie Erwartungshaltung bei Bauherren, Betreibern und Kunden. Das wurde beim Empfang für Ehrengäste am Mittwochabend deutlich.

Bildergalerie: Edeka-Supermarkt im Pforzheimer Rodgebiet gestartet

Dass Edeka trotz des jahrelangen Ringens um das Großprojekt im Boot blieb, zeigt, welche Hoffnungen der Lebensmittel-Riese in den Standort setzt. Der aus Offenburg angereiste Prokurist der Edeka-Südwest, Patrick Mogck, schwärmte von der „sensationellen Ladengestaltung“ in einem „modernen Markt unter der Leitung eines qualifizierten Kaufmanns“. Jener – Günter Wachtler – zeigte sich „überwältigt“ von der Resonanz schon vor der eigentlichen Eröffnung: Gut 250 Ehrengäste – darunter etliche Stadträte, Unternehmer und der Chef der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke – erkundeten den Markt, nachdem die Belrem-Gilde mithilfe der Grausamen Barbara mehrere Startschüsse abgegeben hatte.

Dies sei ein „ganz, ganz wichtiger“, ja ein „großer Tag für die Südweststadt“, betonte OB Gert Hager. Denn diese sei der einzige Stadtteil ohne Nahversorgung gewesen. Angesichts mehrerer Tausend Bewohner „ein untragbarer Zustand“. Er sei sicher, dass der Supermarkt „vom ersten Tag an ein absoluter Erfolg“ sein werde, so Hager, der die Arbeit des Architekten Peter W. Schmidt würdigte: „Respekt und Hut ab!“

Für die Bauherren Pforzheimer Bau und Grund sowie Familienheim stellte Bau-und-Grund-Geschäftsführer Wilfried Wibusch die gute Zusammenarbeit mit Baufirmen, Architekt, Edeka und Stadtverwaltung heraus: „Wir sind alle zusammen richtig mächtig stolz auf dieses Gebäude“, das preisverdächtig sei. Man werde für neue Kundschaft sorgen, versicherte Wibusch augenzwinkernd. Ähnlich wie auf der westlichen Seite, entstehen zur Vogesenallee hin vier Mehrfamilienhäuser mit 5000 Quadratmetern Wohnfläche. Läuft alles nach Plan, soll der Bau dieser gut 50 Mietwohnungen im Frühjahr 2018 beginnen. Noch etwas größer ist die Fläche, die den Baugesellschaften an der Rembrandtstraße zur Verfügung steht, die in der Folge bebaut werden wird. Die Kassen klingeln lassen dürften auch die künftigen Bewohner der Gebiete „Langes Gewann“ und „Kurzes Gewann“.

Gleichwohl bekannte sich Wachtler zum ebenfalls von seiner Familie betriebenen „nah und gut“. Sein „Baby“ bleibe der Markt am Ludwigsplatz: „Jetzt haben wir eben ein großes Kind und ein kleines Kind.“