Pforzheim. Jetzt hat die politische Narretei zumindest vorerst ein Ende: Leibhaftige Narren haben am Samstag das Zepter im Pforzheimer Rathaus übernommen und den dortigen Entscheidungsträgern den "Närrischen Vollpfosten" verliehen. Oberbürgermeister Peter Boch im Gewand des "smarten Zirkusdirektors" gab den Rathausschlüssel offensichtlich gerne her. Lachend und feixend tummelte er sich inmitten von Hexen, Guggenmusikern und fröhlichen Festrednern, die Schnorchel, Taucherbrillen und Schwimmringe trugen.
Denn natürlich bissen sich die bissigen Kommentatoren der lokalen Tagespolitik, Marco Nonnenmacher und Andrea Leuze, am Daueraufreger-Thema Bäder fest. "Im Rathaus hocken so viele Labersäcke, da fallen im ,Fritz-Erler' schon Gipsplatten von der Decke", riefen sie etwa und brachten die Fasnetmeute zum Johlen. Die Ratsmitglieder seien "Akrobaten des Worts und machen oft Sachen, da müsst Ihr wie bei einer Clownsnummer lachen", konterte Boch, der seinen "Zirkus Portussini" digital und modern machen will.

Närrischer Rathaussturm in Pforzheim
Ausgesprochen viele Narren aus Pforzheim und der Region beteiligten sich in diesem Jahr am Rathaussturm, den die "Grausame Barbara" der Belrem-Gilde trotz zwischenzeitlicher Ladehemmumngen mit mehreren Kanonenschlägen endgültig zum Knaller machte. Jetzt dürfte auch der letzte Beamte im Rathaus aufgewacht sein, ulkte Mario Romeiko, der Präsident der Pforzheimer Karvevalsgesellschaft "Hochburg 1972, die wie immer für die Organisation dieser spaßgen Machtübernahme verantwortlich war.
Mehr lesen Sie am Montag, 3. Februar, in der Pforzheimer Zeitung oder im E-Paper auf PZ-news.




