Auf einen Knalleffekt ähnlich dem der „Grausamen Barbara“ hofft der Umzugsrat mit der Verlegung des närrischen Lindwurms in Dillweißenstein auf den Samstagstermin. Foto: PZ-Archiv/Ketterl
Pforzheim
Närrische Premiere: Umzug in Dillweißenstein erstmals am Samstag

Pforzheim. Lange dauert es nicht mehr bis zum Wiedersehen mit der „Grausamen Barbara“, dem „Ritter Belrem“ und dem Schneemann. Die Besucher des Dillweißensteiner Umzugs dürfen sich auch bei dessen 62. Auflage wieder auf eine närrische Sause entlang der 1,3 Kilometer langen Strecke zwischen Bogenbrücke und Ludwigsplatz freuen. Doch anders als in den vergangenen knapp sieben Jahrzehnten steigt die närrische Party nicht wie gewohnt am Faschingsdienstag, sondern erstmals am Samstag, und zwar am 22. Februar ab 14.33 Uhr.

„Es ist natürlich ein Bruch mit der Tradition“, erklärt der Umzugsratspräsident Jörg Müller hinsichtlich des neuen Datums für den Dillweißensteiner Umzug am Samstag, 22. Februar. Doch der neue Termin am Wochenende habe gleich zwei Vorteile: Zum einen könnten so mehr Musikgruppen teilnehmen, die es unter der Woche oft nicht auf die volle Spielstärke brächten. „Und außerdem können wir so auch jene erreichen, die dienstags arbeiten müssen und deswegen nie zu unserem Umzug kommen konnten“, erklärt Daniel Ast vom Organisationsteam. Eine Überlegung, die es auch zum Motto geschafft hat: So läuft der Umzug in diesem Jahr unter dem Titel „Familien, Narren, Groß und Klein – am Samstag nach Dillweißenstein“. Der Samstag sei zwar nicht für alle Zeit in Stein gemeißelt, so Müller, „aber wenn wir es nicht probieren, können wir auch nicht sagen, ob es funktioniert“, so der Umzugsratspräsident.

Wer ist alles dabei?

Dank der Verschiebung auf den Samstag deutlich mehr Musikgruppen als in den vergangenen Jahren – wie zum Beispiel die „Guggemusik Notehopser“ aus Rastatt. Mit den „Rauentaler Spargelhexen“ oder den „Bargemer Krappen“ sind neben bekannten Lokalmatadoren auch einige Hästräger aus der weiteren Region am Start. Etwas mehr als 40 Gruppen, so Müller, hätten sich bereits angemeldet. „Ziel sind aber wieder mindestens 50“, ergänzt Ast. Interessenten können sich bis Montag, 10. Februar, via E-Mail an Fasnetsumzug-DW@freenet.de melden.

Was gibt es Neues?

Eine Videowand am Ludwigsplatz. Auf der sollen neben den Sponsoren auch historische Bilder des Umzugs gezeigt werden. Dafür suchen die Organisatoren derzeit noch Aufnahmen. Wer welche hat, kann diese ebenfalls bis Montag, 10. Februar, an Fasnetsumzug-DW@freenet.de schicken. Die besten Einsendungen werden mit einer Einladung auf die Sparkassen-Tribüne inklusive Sektempfang belohnt. Dort gibt es in diesem Jahr auch – auf Wunsch der Gäste – mehr Stehplätze, „um näher am Geschehen zu sein“, wie Müller erklärt. Ein ungewöhnlicher Auftritt ist auch für den Schneemann geplant. Mehr wollen die Organisatoren aber noch nicht verraten.

Was kostet der Eintritt – und wie bekomme ich an Karten?

Etwa zwei Wochen vor dem Umzug startet der Vorverkauf im Kartenbüro in den „Schmuckwelten“, bei den Dillweißensteiner Einzelhändlern und Edeka Wachtler. Erstmals dienen nicht Bändchen, sondern Flyer, die auch den Umzugsplan beinhalten, als Karte. An der Tageskasse kostet der Eintritt dann drei Euro, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Karten für die Ehrentribüne kosten elf Euro. Für den Verkauf am Umzugstag suchen die Organisatoren noch Kassierer. Interessierte ab 16 Jahren schreiben eine Mail an Fasnetsumzug-DW@freenet.de. Pro Eintritt bleiben 30 Cent beim Verkäufer.