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Sturmreif geschossen wurde das Pforzheimer Rathaus von den Narren aus der Goldstadt. © Seibel
11.02.2012

Narrensturm aufs Rathaus: Eiseskälte beschleunigt Kapitulation

Pforzheim. Mit der Umzugskanone „Grausamen Barbara II“ voran zogen die Pforzheimer Narren am Samstagmorgen vom Leopoldsplatz in Richtung Innenstadt. Ziel: das Rathaus in ihre Gewalt zu bekommen. Nach kurzem Kräfte- und Mitgliedersammeln vor den Toren der Macht trieb die Kälte schließlich die Jecken ins Innere. Dort nahmen Karnevalsgesellschaft Hochburg, Pforzheimer Faschingsgesellschaft, Belrem-Gilde, Krähenheck-Hexen, Stadtgarde, Silesia, Kohlrabiner, Zaunreiter-Hexenverein und Show-Fanfarenzug völlig ohne Blutvergießen die Eingangshalle samt Treppe in Besitz.

Bildergalerie: Narrensturm aufs Pforzheimer Rathaus

Im Mittelpunkt der närrischen Rede von Andrea Leuze und Marco Nonnenmacher von der Karnevalsgesellschaft Hochburg Pforzheim stand Niedriglohn-Arbeitgeber-Amazon, der heiß diskutierte Masterplan sowie der ausgeschlagen Derivate-Vergleich. Ihre Forderung an OB Hager und seine Mannen: „Ab jetzt bestimmen wir die Regeln und werden Pforzheims leere Kassen hebeln.“ Als Bürgermeisterin Monika Müller die weiße Fahne der Kapitulation schwenkte und den goldenen Schlüssel an die Narren übergab, war allen klar: Die heiße Phase der Straßenfastnacht hat begonnen.

Fröhlich ging es anschließend im Foyer des Rathauses weiter, wo bei Kaltgetränken und Bretzeln die leicht bibbernden Narren und ihre Gäste sich wärmten.