Die Gelbbauchunke – wer ein solches Tier gesichtet hat, möge sich beim Nabu melden.
Vitzthum/NABU Pforzheim und Enzkreis
Pforzheim
Naturschutzbund legt Bilanz der Kröten- und Froschwanderung für Pforzheim vor

Pforzheim. Die Nabu-Gruppe Pforzheim und Enzkreis sammelt seit vielen Jahrzehnten die wandernden Amphibien und dokumentiert seit 1983 die Ergebnisse in Form von zunächst Erfassungsbögen und Sammellisten und dann über Statistiken. Seit Beginn der systematischen Erfassung wurden in Pforzheim 127.236 und im Enzkreis 219.088 Amphibien gezählt und gerettet. Die umfangreiche Datensammlung des NABU wird jährlich aktualisiert und grafisch ausgewertet.

Die diesjährigen Ergebnisse zur Wanderung zu den Laichgewässern im Frühjahr listet mehrere Tausend Tiere an den Sammelstrecken in Pforzheim auf:

  • Seehaus: 1395 Tiere
  • Schindersklamm: 936 Tiere
  • Reitplatz: 564 Tiere
  • Saacke: 1658 Tiere

Gestorben sind bei der Hin- und Rückwanderung insgesamt 115 Tiere. 

Die Zahlen für den Enzkreis: 

  • Niefern-Öschelbronn („Bruchtalsee“): 146 Tiere
  • Königsbach-Stein („Gengenbachtal“): 236 Tiere

Hilfe gegen Austrocknung

Folgende Möglichkeiten, um ein frühzeitiges Trockenfallen von Laichgewässern zu verhindern, zieht der NABU Pforzheim und Enzkreis in Betracht: Die Gemeinden (Technische Dienste beziehungsweise Bauhöfe) bringen Wasser im Tank (Fahrzeug und Tank wie für die Bewässerung der gemeindeeigenen Pflanzungen/Bäume).

Alternativ bringen Landwirte das Wasser (Anhänger mit Tank). Auch die Feuerwehr könnte Wasser bringen, eventuell im Zuge einer Waldbrandübung.

Der Nabu Pforzheim und Enzkreis unterstützt gerne die aktuell laufende Erfassung von Amphibien im Stadtkreis Pforzheim, die vom Diplom-Biologen Reinhold Treiber geleitet wird.

Es kann für das Verständnis der Vernetzung von Populationen bedeutend sein, mehr über die Artvorkommen an Gartenteichen zu wissen. Wer Beobachtungen von Molchen, Fröschen oder Kröten an seinem Gartenteich haben, kann seine Kenntnisse erweitern. Die Gelbbauchunke etwa wird laut Nabu dringend gesucht.

Wer eine Sichtung an den Nabu übermitteln will, soll Folgendes berücksichtigen: Wichtig sind die genaue Lage des Teiches, das Datum der Sichtung und die Amphibienart (gerne auch Fotos, auch von Kaulquappen). Dazu soll nutfolgende E-Mail-Adresse genutzt werden: reinhold.treiber@gmx.de. Der Fachmann wird sich dann bei bei den Einsendern umgehend zurückmelden. Diese tragen so zum Netzwerk über das Wissen unserer Amphibien bei.

Transparenzhinweis: In der Berichterstattung über die Krötenwanderungen des Naturschutzbundes (Nabu) vom Montag, 7. Juli, ist uns ein Fehler unterlaufen. Die Zahlen der Amphibien, die in die Tausende gehen, beziehen sich nicht auf überfahrene Tiere im Pforzheimer Stadtgebiet, sondern auf gerettete Tiere durch den Nabu. Durch Sammelaktionen werden die Kröten und Frösche von den Mitgliedern von der einen zur anderen Straßenseite getragen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.