Pforzheim-Büchenbronn. Die Argumente reichten von „überzeugend nach außen hin auftreten“ (Kulturamtsleiterin Angelika Drescher) bis zu „eine DNA für Pforzheim in Sachen Design, Schmuck und Zukunft“ (Hochschulprofessor Thomas Hensel). Diesen Lobeshymnen hatte der Büchenbronner Ortsschaftrat am Mittwochabend allerdings etwas entgegenzusetzen. Da war nicht nur von „utopischen Ansätzen“ die Rede, sondern auch von einem „finanziellen Risiko“.
An 100 Tagen im Sommer 2024 soll Pforzheim in das internationale Rampenlicht gerückt werden. Die Ornamenta II soll neuer Imageträger für die Stadt werden. Was es 1989 schon einmal gab, soll nun seine zeitgemäße Aufarbeitung erfahren.
Läuft die Ornamenta nach Plan, ist eine Neuauflage alle fünf Jahre anvisiert. Kunst, Kultur, Wirtschaft, Familien, Design, Digitalisierung und Ökologie unter einem Dach – spätestens bei dem Kostenvolumen von bislang vier Millionen Euro kommt bei so manchem Ortschaftsrat die eine oderandere Frage auf. Ob es finanzielle Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg gibt, ist bislang noch nicht geklärt. Zwar will keiner dem Projekt ein gewisses Potenzial oder auch gewisse Zukunftschancen absprechen, doch erhoben Gremiumsmitglieder wie etwa Reinhard Klein (Bürgerliste) nicht nur einmal den Einspruch, ob das viele Geld an anderen Stellen nicht viel besser angelegt wäre: „Es fehlt an Kitas, während unsere Bäder in sich zusammenfallen“, bemerkte Klein, der mit seiner Meinung nicht alleine dastand. Auch die Tatsache, dass bislang wohl 43 Millionen Euro im Haushaltsplan der Stadt Pforzheim fehlten, war ein offener Appell, die Prioritäten anders zu setzen.
Offenes Lob und Anerkennung erfuhr hingegen Markus Gremmelmaier vom Büchenbronner Bauhof, der anhand von etlichen Zahlenbeispielen belegte, dass es alles andere als beiläufig sei, einen Ortsteil in Schuss zu halten.

