Pforzheim. Die neuen Sommer-Trendsportarten Padel und Beachtennis hat der Ski-Club-Brötzingen (SCB) als Erster in der Region ins Programm aufgenommen. Am Freitagabend wurden die dafür neu errichteten Spielfelder im Familien-Sportzentrum auf der Wilferdinger Höhe mit einer kleinen Party und vor großem Publikum eröffnet.
„Eigentlich wollten wir schon im April unseren neuen Sportpark einweihen“, sagte erster SCB-Vorsitzender Otto Eberle bei der Begrüßung der Gäste, darunter Sportdezernent Frank Fillbrunn, CDU-Stadtrat Jörg Augenstein und Bernd Kielburger, Vizepräsident des Badischen Sportbunds. Der Vorsitzende berichtete weiter, dass namhafte Spieler aus der Beachtennisszene und die belgische Padel-Nationalmannschaft schon gebucht gewesen waren, aber leider habe Corona allen Bemühungen einen Strich durch die Rechnung gemacht. „So haben wir uns entschlossen, heute eine Eröffnung light zu machen, um unter Einhaltung der Hygienebestimmungen den neuen Sportpark seiner Bestimmung zu übergeben.“
Vor eineinhalb Jahren habe sich der Verein entschlossen, der Tennisabteilung des Skiclubs neues Leben einzuhauchen. Der Verein ist stolz darauf, dass seither rund 130 neue Mitglieder gewonnen werden konnten, wodurch die Gesamtzahl nun bei rund 270 Mitgliedern liegt. Bereits Anfang vergangenen Jahres starteten die ersten Arbeiten zur optischen Neugestaltung der Tennisanlage. Im hinteren Bereich entstand dabei auch ein Fitness-Park unter freiem Himmel mit Drei-Meter-Trampolin, Sprintbahn und weiteren Geräten. Ende vergangenen Jahres begann dann der Umbau im vorderen Bereich für ein Padel-Feld und drei Beachtennisplätze.
Für Letztere wurden 600 Tonnen Sand angeliefert. Das Padel-Spielfeld ist entsprechend der Vereinsfarbe in Blau gehalten, vom Kunstrasen bis zu den Rahmen der Glasumrandung, die bei diesem schnellen Spiel mitgenutzt wird. Neben den Feldern ist eine gemütliche Beachbar entstanden.
„Ich bin schwer beeindruckt, dass es in Pforzheim einen Sportverein gibt, dem es mit Innovationskraft und Mut gelingt, den Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen umzudrehen“, sagte Fillbrunn und freute sich über die neuen Sportangebote in der Stadt. „Was wir sehen, ist ein herausragendes Beispiel für die Zukunftsentwicklung“, lobte Bernd Kielburger im Namen des Badischen Sportbunds. Der Sportbund und die Stadt haben die Vereinsinvestition von rund 160.000 Euro mit rund 39.000 Euro unterstützt. Die beiden neuen Sommersportarten sind laut sportlichem Leiter Sven Deurer in Ländern wie Spanien, Niederlande und Belgien schon lange weit verbreitet: „Deutschland hat das etwas verschlafen.“ Über das Online-Buchungssystem des Vereins können auch Interessierte ohne Mitgliedschaft hier die Schläger schwingen.


