Oberderdingen. Bürgermeister Thomas Nowitzki hatte als Aufsichtsratsvorsitzender der Kommunalbau GmbH gemeinsam mit dem Geschäftsführer und Kämmerer, Dieter Motzer, zum ersten Spatenstich im Heiliggrund in Oberderdingen eingeladen. Unter den Gästen befanden sich neben Gemeinderäten, Aufsichtsratsmitgliedern, Vertretern der Gemeinde, Architekt Günther Meerwarth, Bauleiter Renato Recchia vom Generalunternehmer Peter Klingel GmbH auch Anwohner aus der Nachbarschaft des geplanten Sozialwohnungsbaus.


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Nowitzki erläuterte den Hintergrund sowie die Historie des Projektes. Bereits Anfang Juli 2018 wurde dem Gemeinderat die Konzeption „Wohnen am Heiliggrund“ vorgestellt. Anfang Dezember 2018 wurde das Entwurfskonzept von Architekt Falk Schneemann aus Karlsruhe in öffentlicher Gemeinderatssitzung beraten. Der Gemeinderat beauftragte die gemeindeeigne Kommunalbau GmbH, das Projekt zu realisieren. 2019 wurde „Wohnen am Heiliggrund“ von der Initiative „Baukultur Kraichgau“ als Projektidee ausgezeichnet. Der komplette Grunderwerb der Flächen erfolgte durch die Gemeinde. Die Kosten der Erschließung betragen 340000 Euro. Das Grundstück hat die Gemeinde als Sachkapitaleinlage mit 1,7 Millionen Euro an die gemeindeeigene Kommunalbau GmbH übertragen.
Ursprünglich waren fünf Gebäude mit sieben Wohneinheiten geplant. Dies konnte wegen der derzeitigen Lage aber nicht finanziert werden.


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In zahlreichen Gesprächen haben die Verantwortlichen versucht, Geld zu sparen. Durch eine andere Dachform wurden Kosten reduziert und die Wohnfläche pro Gebäude um 32 Quadratmeter erhöht. Die ursprünglich vorgesehene Nahwärmeversorgung über ein BHKW wurde durch vier wirtschaftlichere Luft-/Wasser-/Wärmepumpen ersetzt. Jedes der vier Gebäude hat eine Wohnfläche von rund 560 Quadratmeter. Es entstehen Wohnungen mit einer Größe zwischen 44 und 90 Quadratmeter. Insgesamt also 2240 Quadratmeter Wohnfläche. Trotz der dadurch erreichten Einsparungen ist das Projekt leider ohne weitere Finanzmittel nicht realisierbar. Deshalb muss ein Ergänzungsdarlehen aufgenommen werden.
Die Bauzeit für die vier Gebäude wird mit rund zwei Jahren, bis Ende 2024, veranschlagt. Die gesamten Baukosten betragen ohne Grundstück rund 8,5 Millionen Euro. Um die gestiegenen Gesamtkosten und vor allem auch die Liquidität bei der Finanzierung in den ersten Jahren bei hohen Darlehenstilgungen und niedrigen Abschreibungen zu sichern, sollen rund 1700 Quadratmeter Fläche im öffentlichen Bereich für eine privat-gewerbliche-finanzierte Nebenbebauung mit Eigentumswohnungen veräußert werden.

