Zelebrieren den Neujahrsgottesdienst im Gasometer (von links): die Pfarrer Dominik Albert, Georg Lichtenberger und Pater Maria Arokiadoss Antonvraj von der Katholischen Kirchengemeinde Pforzheim.
Silke Fux
Pforzheim
Neujahrsgottesdienst vor besonderer Kulisse: Predigt im Gasometer würdigt Amazonien
  • pm

Pforzheim. Zum Neujahrsgottesdienst strömten über 600 Christen der katholischen Kirchengemeinde Pforzheim am Mittwochabend und feierten gemeinsam Eucharistie im Gasometer.

Vor der atemberaubenden Kulisse des Regenwaldes zelebrierten Pfarrer Georg Lichtenberger und Seelsorger Dominik Albert sowie Pater Maria Arokiadoss Antonvraj einen gemeinsamen Gottesdienst.

Der Dank von Pfarrer Georg Lichtenberger, Leiter der katholischen Kirchengemeinde Pforzheim, galt am Neujahrstag besonders Familie Scheidtweiler, die dieses beeindruckende Großereignis im Gasometer ermöglichte und anschließend für einen tollen kulinarischen Neujahrsempfang sorgten.

„Es ist keine grüne Hölle, kein brennender oder gerodeter Urwald, der uns umgibt, sondern ein Rausch in Grün, ein Paradies, ein pulsierendes, pralles Leben“, so Lichtenberger, der auf 400 verschiedene Grüntöne, auf Äffchen, Schmetterlinge, Krokodile und auf vieles mehr verwies. „Wenn es akustisch regnet, hat man das Gefühl den Regenschirm aufspannen zu müssen und wenn der scheinbare Moskitoschwarm vorbeizieht, dann möchte man sich vor den vermeintlichen Stichen schützen“, gab der Pfarrer die dichte, lebendig wirkende Atmosphäre, die Geräuschkulisse des Regenwaldes und den Tag- und Nacht-Rhythmus im Gasometer weiter.

Krieg beenden, Menschen retten

Man beginne das Neue Jahr mit dem quirligen Leben, nicht mit einer Strafpredigt Gottes, denn Gott begleite, mache Mut, lasse staunen, habe keinen erhobenen Zeigefinger, mache keinen Druck oder ein schlechtes Gewissen, sondern habe den Blick der Liebe und des Friedens. „Kriege können beendet, Menschen gerettet werden“, betonte der Pfarrer und gedachte der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, hatte aber auch die Attentate von Magdeburg und New Orleans vor Augen. „Statt Fäuste zu ballen, sollten Hände gereicht werden“, sagte Pfarrer Georg Lichtenberger. Die Hände reichen setzten dann Hunderte von Gläubigen beim Gebet des „Vaterunsers“ und des Friedensgrußes in die Tat um. Auch ins Untergeschoss des Gasometers wurde der Gottesdienst aufgrund zahlreicher Gläubigen übertragen und auch über den Youtube-Kanal der Kirchengemeinde konnten Menschen am Neujahrsgottesdienst, der von den Francis Singers unter der Leitung von Diethard Stephan Haupt gesanglich und musikalisch gestaltet wurde, teilhaben.

Unterstützt wurde auch die PZ-Aktion „Menschen in Not“, denn am Ausgang gab es den Pforzheimer Kalender gegen eine Spende zugunsten der Hilfsaktion der „Pforzheimer Zeitung“. 

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