
Pforzheim. Mit jedem Pinselstrich von Theresa Reutter werden die Bahnen an den Wänden bunter. Dabei betreibt die 35-Jährige verbal alles andere als Schönfärberei, zuweilen klingt sie fast wie eine Schwarzmalerin. Reutter ist gebürtige Pforzheimerin und gesteht: „Ich bin auch eine von denen, die motzen.“ Durchaus kritisch blickt sie auf ihre Stadt, die Heimat der Bruddler. Doch ihre Reaktion auf die innere Unzufriedenheit ist keine passive, sondern eine überaus aktive, was sie demonstrativ nach außen hin zeigt. „Machen“ steht groß über dem Zugang zu einem früheren Ladengeschäft im Saacke-Carré an der Bahnhofstraße. Wer eintritt, kann umgehend zur Tat schreiten.
Nach der Schulzeit habe sie die Stadt rasch verlassen. „Damals fand ich es überall besser als hier.“ Dann, als die erste Schwangerschaft kam – Reutter ist inzwischen zweifache Mutter – kehrte sie zurück und bemerkte: „Es hat sich kaum etwas verändert.“ Leipzig, aber
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