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PZ-Redakteurin Nina Giesecke will die Kehrwoche im Büro einführen – nur die Kollegen, wie zum Beispiel Tim Rudeck, sind weniger begeistert davon.
PZ-Redakteurin Nina Giesecke will die Kehrwoche im Büro einführen – nur die Kollegen, wie zum Beispiel Tim Rudeck, sind weniger begeistert davon. © Dietz
28.10.2016

Ninas Ding: Schwäbische Kehrwoche - Nobody kehrs?

Pforzheim. Staub wirbelt durch die Luft, ich fege einen Stapel alter Notiz-Zettel vom Tisch und lasse die Bonbon-Papierchen vom Vortag in den Mülleimer wandern. Die Kollegen aus der Online-Redaktion wissen meine Anstrengungen jedoch nicht zu würdigen, sie runzeln die Stirn und ziehen die Augenbrauen hoch. Obwohl ich doch nur das Prinzip einer mehr als 300 Jahre alten Tradition bei uns in der Redaktion anwenden will: die gute alte Kehrwoche.

Das Großreinemachen fand seinen Ursprung bereits im Jahr 1714 und wird laut Duden als „Woche, in der eine Mietpartei verpflichtet ist, die Treppe, den Bürgersteig oder Ähnliches zu reinigen“ definiert. Vor allem ist sie im württembergischen Teil unseres Bundeslandes bekannt – und beliebt?

Die Passanten in der Pforzheimer Innenstadt sind da gespaltener Meinung. Ein Herr im mittleren Alter und zudem Schwabe – wie er ausdrücklicht betont – hält überhaupt nichts von der wöchentlichen Putzaktion. „Da gibt es andere, die können viel besser saubermachen als ich“. Eine ziemlich junge Frau stutzt zunächst, als sie von der Kehrwoche hört. „Was war das nochmal? Achja, das machen meine Eltern immer, ich muss nicht putzen.“ Die Glückliche, denke ich. Aber sie wird sicher noch früh genug in den Genuss kommen. „Ich halte ganz viel davon, jeder sollte der Allgemeinheit zuliebe für eine gewisse Sauberkeit sorgen“, meint ein Mann. Allerdings, so der vermeintliche Kehrwochen-Verfechter weiter, „lasse ich das lieber andere machen“. Interessante Strategie.

„Ich mache das jede Woche Zuhause“, erklärt eine weitere Passantin und schwingt gekonnt den Besen, den ich zur Umfrage mit in die Stadt genommen habe. „Ich übe aber auch schon seit einigen Jahren“, fügt sie hinzu. Beeindruckend, denke ich, und präge mir ihre Fegetechnik ein.

Das Kehren mit dem Besen kann ich ja nun. Jetzt müsste mir bloß noch jemand zeigen, wie man auf dem Besen fliegt.

Peggy
30.10.2016
Ninas Ding: Schwäbische Kehrwoche - Nobody kehrs?

ES WÄRE KEIN FEHLER DIE KEHRWOCHE EINZUFÜHREN.DIE INNENSTADT HÄTTE ES NÖTIG.HALLO NINA FANG MAL AN.!!ES HAT MIT ARBEIT ZU TUN! mehr...