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Hallenbad - Schwimmen Eutingen 

Öffentlicher Badebetrieb in Pforzheim leidet am meisten

Pforzheim. Eine weitgehende Konzentration auf dem Wartberg oder ein möglichst weitreichender Erhalt von mehreren Standorten, insbesondere des Emma-Jaeger-Bads: Weil sich die Rathaus-Chefetage und eine starke Gemeinderatsminderheit einerseits und eine knappe Ratsmehrheit andererseits in der Bäder-Strategie nicht einigen, geht nichts voran – und das Emma-Jaeger-Hallenbad sowie das Huchenfelder Stadtteilbad schließen aus statischen Gründen zum 1. Januar, ohne dass ein Ersatz in Sicht ist.

Reagiert der Pforzheimer Gemeinderat beim Thema Hallenbad zu zögerlich?
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Was aber die Verteilung der Kapazitäten in den verbleibenden Hallenbädern betrifft, ist die Strategie klar und unumstritten: Priorität genießt das Schulschwimmen, danach kommen die Vereine, und erst dann folgt mit einem kleinen Anteil der öffentliche Badebetrieb. Dieser ist – abgesehen von den Freibädern – bis auf weiteres nur noch im kleinen Eutinger Stadtteilbad möglich. So verringern sich die insgesamt wöchentlich zur Verfügung stehenden Öffnungsstunden aller Hallenbäder von 348 auf 225 – also um 35 Prozent.

Der öffentliche Badebetrieb innerhalb dieses Zeitbudgets sinkt am stärksten – von 116 auf ganze 38 Stunden, also um 67 Prozent oder zwei Drittel. Diese Prioritätensetzung entspricht der Befragung des Gemeinderats vom Frühjahr 2018. Darauf weist die Stadtverwaltung in einer Beilage an die betroffenen Fachausschüsse des Gemeinderats hin. Diese wird am kommenden Montag, 19. November, im Schulbeirat das erste Mal behandelt. Demnach findet öffentliches Baden in Eutingen montags, mittwochs und donnerstags von 16 bis 22 Uhr und samstags sowie sonn- und feiertags von 9 bis 19 Uhr statt. Von einer Sonntagsvormittagsöffnung des Fritz-Erler-Schulschwimmbads für die Öffentlichkeit sieht der Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB) ab. Dies sei 2015/16, als „Emma“ und Huchenfelder Bad schon einmal geschlossen waren, kaum genützt worden, sagt Bäder-Betriebsleiter Georg Busch. Zudem habe die Sportart Wasserball deutlich zugenommen und brauche oft Zeiten im Brötzinger Bad – und ein unregelmäßiger öffentlicher Badebetrieb werde erfahrungsgemäß gar nicht genutzt.

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