Noch gibt es keinen Bebauungsplan für das Gelände der Papierfabrik, weil die Stadt dem neuen Besitzer und seinen Plänen nicht vorgreifen wollte. Sie hegte aber große Sympathien für die Pläne von Architekt Schmidt, der hier im hinteren Bereich neun fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser vorsah. Das könnte sich mit den Vorstellungen von Bernhard Rieser decken.

PZ-Archiv
Pforzheim
Offen für Neues in der Papierfabrik

PFORZHEIM. Als neuer Besitzer der früheren Papierfabrik Weissenstein ist Bernhard Rieser der entscheidende Mann für die Zukunft des knapp 5000 Quadratmeter großen Areals, das Planungsrecht jedoch liegt bei der Stadt. Und im Rathaus will man zwei Dinge nicht auf dem Gelände zwischen Nagold und hinterem Tal haben: extrem dichte Wohnbebauung und Einzelhandel größeren Umfangs.

Konkret: „Was wir nicht wollen, sind Handelsansiedlungen, die den Handel am Ludwigsplatz in Mitleidenschaft ziehen“, sagt Baubürgermeister Alexander Uhlig auf Nachfrage der PZ. Und um zu verdeutlichen, was er ebenfalls nicht will, zieht er einen alten Ordner hervor und legt die Bauvoranfrage der Immobilientochter einer US-Investmentbank auf den Tisch. Das Papier stammt aus dem Jahr 2007 und sieht rund drei Dutzend große Mehrfamilienhäuser auf dem Areal vor. Sonst außer ein paar kleinen Grünflächen, Straßen und Parkplätzen nichts.