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Ein Schild mit der Aufschrift „Offene Grenzen töten“ hat ein Unbekannter an der Gustav-Rau-Straße aufgestellt.  Foto: Privat 

„Offene Grenzen töten“-Schild in Pforzheim: Stadt schaltet Polizei ein

Pforzheim. Eine Kerze an der Gustav-Rau-Straße auf Höhe des Zebrastreifens soll offenbar an die in Wiesbaden ermordete Schülerin Susanna erinnern. Dazu hat ein Unbekannter ein Schild gestellt, auf dem steht: „Offene Grenzen töten.“ Ein aufmerksamer PZ-Leser hat das Bild an die Zeitung geschickt.

„Ich möchte hiermit ausdrücklich betonen das ich nichts mit der Aufstellung zu tun habe und mich auch davon distanziere“, schreibt er in der E-Mail. Die Stadtverwaltung betont, dass das Anbringen solcher „Gedenkstätten“ im öffentlichen Raum nicht erlaubt ist und man sich darum kümmern werde, das Mahnmal zu entfernen. „Die Polizei wurde eingeschaltet und prüft, ob Straftatbestände verwirklicht sind“, heißt es weiter.

Auch 2015 hatte die Stadt ein öffentlich aufgestelltes Mini-Mahnmal entfernt. Damals hatten Unbekannte im Blumenhof ein Kreuz für die Flüchtlinge errichtet, die im Mittelmeer ertrunken sind. "Grenzen töten" war darauf zu lesen gewesen.

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