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Karl-Michael Walz (links) war über 13 Jahre lang Direktor des Pforzheimer Amtsgerichts. Sein Nachfolger Oliver Weik (Mitte) ist am Freitag von Landgerichtspräsident Jörg Müller offiziell in sein Amt eingeführt worden.
Karl-Michael Walz (links) war über 13 Jahre lang Direktor des Pforzheimer Amtsgerichts. Sein Nachfolger Oliver Weik (Mitte) ist am Freitag von Landgerichtspräsident Jörg Müller offiziell in sein Amt eingeführt worden.
10.11.2016

Oliver Weik neuer Direktor am Amtsgericht Pforzheim

Pforzheim. Es gab mal ein jungen forschen Juso, der soll an den Zäunen des Kanzleramts gerüttelt und geschworen haben, er werde später einmal dort Chef sein. So kam es. Der Mann hieß Gerhard Schröder. Es gab auch einen jungen Rechtspfleger, der im September 1988 als junger Anwärter erstmals das Amtsgericht Pforzheim betrat. Er sagte zu sich, dass es doch toll wäre, hier einmal Direktor zu werden. 28 Jahre später war es soweit. Sein Name: Oliver Weik. Am Donnerstag ist der in Pforzheim geborene und aufgewachsene und seit elf Jahren in Dietlingen wohnende Weik – deshalb gab’s nach dem Festakt auch Wein vom Ökowinzer Bischoff – von Jörg Müller, dem Präsidenten des Landgerichts Karlsruhe, offiziell in das neue Amt eingeführt worden. Nach diversen Stationen in der baden-württembergischen Justiz ist dies sein Traumjob – „ich bin heimgekommen“, sagt er.

Als „Kaderschmiede“ bezeichnete Udo Pawlischta, Jugendrichter und Vorsitzender des Richterrats, das Pforzheimer Amtsgericht. Beispielsweise begann auch die Karriere des Präsidenten des Oberlandesgerichts Karlsruhe in Pforzheim. Vom Amtsgericht – allerdings als Direktor und Vor-Vorgänger – wechselte auch Joachim Schubart vor 14 Jahren ans OLG.

In Anwesenheit unter anderem von Weik-Vorgänger Karl-Michael Walz, der im Sommer in den Ruhestand verabschiedet worden war, bezeichnete Müller den 48-jährigen Weik als beschlagen in vielen Bereichen – und damit prädestiniert als Direktor: Er habe Erfahrung gesammelt als Richter, im Strafvollzug, in Personalmanagement und in der Verwaltung und habe sich ausgezeichnet durch Sachverstand und Fingerspitzengefühl. Müller mahnte – in Zeiten, in denen sich immer mehr Menschen nach einfachen Antworten auf komplexe Fragen sehnten – davor, sich der Vereinfachung zu verweigern.

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