Alle packen an: Angelika Drescher (Mitte), Tobias Gay, Sibylle Schüssler (rechts daneben) und Alexander Weber (Zweiter von rechts) mit den Mitwirkenden.
In Aktion: Die Mauer wird beim TV Brötzingen zum Parcours (Do., 19.25 Uhr).
Mit dabei: „Something To Remind You“ aus Pforzheim (Freitag, 21.15 Uhr).
Pforzheim
Open-Air-Festival lockt in den Pforzheimer Schloßpark
  • Anke Baumgärtel

Pforzheim. Wenn es nach Kulturbürgermeisterin Sibylle Schüssler geht, ist in zwei, drei Jahren ja das legendäre Marktplatzfest zurück. Einen Anfang macht das städtische Kulturamt von Donnerstag, 6. Juni, bis Samstag, 8. Juni, mit dem Festival „Schloßpark Open“ auf dem Gelände zwischen Schloßkirche und Kommunalem Kino.

„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Jugendkultur in der Stadt zu stärken“, so die Dezernentin am Mittwoch beim Pressegespräch vor Ort.

Mit dem dreitägigen Festival wolle man den öffentlichen Raum bespielen, ergänzt Amtsleiterin Angelika Drescher. Und das in Kooperation mit zahlreichen Einrichtungen, die für ein abwechslungsreiches Programm sorgen.

Wann geht es los?

Am Donnerstag, 6. Juni, um 15 Uhr. Die offizielle Eröffnung übernimmt um 19 Uhr OB Peter Boch als Schirmherr. An den Folgetagen gibt es ab 10 Uhr Kaffee und Tee, täglich ab 17 Uhr Drinks und Shishapfeifen. Ursprünglich war das „Schloßpark Open“ – als Nachfolgeveranstaltung der beliebten „Sommerlounge“ – das Baby von Tobias Gay von der Agentur „erlebnishelden“. Er hatte das Festival im vergangenen Jahr als eintägiges Event ins Leben gerufen. In diesem Jahr zählt er zu den Organisatoren. „Das Baby wird größer“, freut er sich gegenüber der PZ aufgrund der großen Unterstützung. Weil der Park begrenzt ist, könne man irgendwann nur noch bei der Qualität zulegen. Was ist geboten?

„Besucher erwarten bei freiem Eintritt 14 Bands, drei DJs und 18 Partner aus der Musik-, Sport- und Kulturszene“, fasst Alexander Weber vom Kulturamt zusammen. „Es ist toll, wie viele Kooperationspartner wir mit unserer Idee begeistern konnten.“ Damit das Ganze keine „Aneinanderreihung von Kultur“ ist, gibt es ein vielfältiges musikalisches Rahmenprogramm. „Wir haben es geschafft, einen tollen Mix aus regionalen und überregionalen Bands zu bieten“, so Gay. Es werden Hip Hop, Rock und Technobeats erklingen. Andernorts bereits große Bühnen gerockt haben die Alternativ-Band „Blackout Problems“ (Freitag, 22 Uhr) und der Rapper „Reezy“ (Samstag, 20.50 Uhr). Das vielfältige Programm gibt es im Internet auf www.schlossparkopen.de.

Wo spielt die Musik?

Großteils unter freiem Himmel. Hauptort des Geschehens ist der Schloßpark mit zwei Bühnen, Bar und Cocktaillounge. Auf der Wiese an der Treppe zum Lutherhaus findet das „Silent Cinema“ statt (Samstag, 22 Uhr). Mit Kopfhörern kann so während des Konzerts auf der Bühne ein Film geschaut werden. Die Schloßkirche lädt donnerstags zum Chillen ein, und in der östlichen Bahnhofsunterführung gibt es über alle drei Tage hinweg eine multimediale Installation von „The Artpole“, die unlängst mit den „Baumprinzen“ im Stadtgarten begeisterten. Die angrenzenden Lokale „Enchilada“, „Lehners“, „Aposto“ und „Burgerheart“ sind auch mit im Boot.

Wer ist noch dabei?

Die Musikerinitiative Pforzheim Enzkreis, der Stadtjugendring, Commeo und der studentische Verein der Hochschule Pforzheim organisieren die Band- und DJ-Auftritte. Live-Performances, Flashmobs und Mitmach-Angebote gibt es von den Partnern aus der Kultur- und Sportszene. Mit dabei sind das Theater, der Jugendkulturtreff Kupferdächle, das Kulturhaus Osterfeld, die Jugendmusikschule, die Figurentheater von Miriam Rossbach und Raphael Mürle, die Tanzschule Saumweber-Fischer, die Chorakademie und der TV Brötzingen.

Was kostet das Ganze?

Das Budget liegt laut Drescher bei 70.000 Euro. Die Hälfte ist über den Etat für die Kulturnacht abgedeckt, die dieses Jahr nicht stattfindet. Daneben fließen Sponsorengelder von Sparkasse Pforzheim Calw, Werner-Wild-Stiftung und Jugendgemeinderat. Besucher erhalten gegen eine Spende für die Bolzplatzliga ein Festivalband, mit dem sie 20 Prozent Rabatt auf Speisen bei den beteiligten Gastro-Betrieben bekommen.

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