Pforzheim. Der PZ-Wunschfilm hat am Donnerstagabend Fans von James Bond ins Open-Air-Kino im Kulturhaus Osterfeld gezogen. Manche haben sich das Agenten-Abenteuer mit dem Titel „Keine Zeit zu sterben“ bereits zum zweiten Mal gegönnt.
Von den mehr als 4.000 abgegebenen Stimmen bei der PZ-Umfrage zum Wunschfilm haben sich 33 Prozent für den aktuellen Bond-Film ausgesprochen. Dazu gehörte auch Oliver Pfrommer aus Mönsheim. „Ich habe den Film schon gesehen, aber meine beiden Begleiter nicht“, sagte er und ergänzte, dass er nicht nur wegen des Films, sondern auch wegen der Atmosphäre gekommen ist. „Wir sind Open-Air-Fans“, machte er deutlich. „Das Sitzen unter freiem Himmel ist besser als im Saal.“ Dafür besucht er nicht nur das Kino im Hof des Osterfelds, sondern auch Open-Air-Kinos in anderen Städten. „Außerdem finde ich wichtig, dass man solche Angebote unterstützt, sonst hören sie irgendwann auf“, sagte Pfrommer.


Am Samstag im Open-Air-Kino im Kulturhaus Osterfeld: "Everything Everywhere All at Once"
Michael und Elena Tschesnow aus Pforzheim hatten sogar ihre Karten schon gekauft, bevor der Film feststand. „Wir haben nicht gewählt und einfach nur auf den richtigen Film gehofft“, erklärten sie „James Bond ist ein Klassiker, das kann man immer sehen.“ Sei wären in jedem Fall am Donnerstagabend zum PZ-Wunschfilm gekommen, auch wenn ein anderer Streifen das Rennen gemacht hätte. Dem Paar lag ebenfalls das Flair von Kino unter freiem Himmel am Herzen. „Das Open-Air-Kino ist schon etwas anderes und deshalb wollen wir das unterstützen, damit es weitergehen kann“, betonten sie. Janne Sorgenfrei und sein Vater Jörg Nonnenmacher aus Birkenfeld kamen gezielt wegen James Bond ins Open-Air-Kino. „Der Film steht für Abenteuer und Spannung“, freuten sie sich auf einen unterhaltsamen Abend. „Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber die Kollegen sagten mir, er sei gut“, ergänzte Nonnenmacher.
Schwärmen über Autos
Als Grund für ihren Kinobesuch deutete Ruth Studtmann aus Pforzheim auf ihren Mann Ingo Schiedt. „Ich habe in den letzten Jahren alle Bond-Filme geschaut“, sagte er. „Mich als Fan zu bezeichnen, wäre aber übertrieben.“ Dass Hauptdarsteller Daniel Craig zukünftig nicht mehr Bond verkörpern möchte, konnte er verstehen. „Der Arme wird ja dauernd geprügelt und verfolgt“, scherzte Schiedt. „Ich gönne ihm den Ruhestand.“ Etwas schade fanden sie es, dass bei über 4000 abgegebenen Stimmen nur knapp 150 Zuschauer gekommen waren.

PZ-Leser haben entschieden: „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ am Donnerstag im Pforzheimer Open-Air-Kino
Bei der Begrüßung der Besucher zum sechsten James-Bond-Film mit Daniel Craig geriet Timo Gerstel ein wenig ins Schwärmen über die typischen Fahrzeuge des Agenten. „Er fährt immer Aston Martin, nur Darsteller Pierce Brosnan hat wohl einen Vertrag mit BMW gehabt“, stellte er fest und erinnerte sich, dass auch einmal ein Mustang vorgekommen sei. „Einer Sache blieben sie aber immer treu, nämlich dem Martini, geschüttelt, nicht gerührt“, sagte er und wünschte gute Unterhaltung. Die Zuschauer mussten auch nicht lange warten und konnten schon nach wenigen Minuten bei der ersten von mehreren rasanten Verfolgungsjagden mitfiebern.

