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Heike Hastedt, Kirchenmusikdirektorin der Stadtkirche und Sigrid Will (von links), von der Projektkantorei am Spieltisch der Orgel in der Stadtkirche. Foto: Eickhoff
Heike Hastedt, Kirchenmusikdirektorin der Stadtkirche und Sigrid Will (von links), von der Projektkantorei am Spieltisch der Orgel in der Stadtkirche. Foto: Eickhoff
14.04.2019

Orgelpaten gesucht: Stadtkirche braucht 520.000 Euro für Sanierung des Instruments

Pforzheim. In der Stadtkirche hält die Steinmeyer-Orgel für viele Bürger Erinnerungen lebendig und ist daraus nicht mehr wegzudenken. Seit dem ersten Moment am 21. April 1968, als die Kirche eingeweiht wurde, ist sie mit erklungen. Damit hat sie ein Alleinstellungsmerkmal in der Goldstadt.

„Orgeln wurden in der Regel später in die Kirche eingebaut, weil sich der Orgelbauer über Gebäude und Akustik Gedanken machte“, erläutert Heike Hastedt, Kirchenmusikdirektorin des evangelischen Gotteshauses. Das war bei der Stadtkirche nicht der Fall, weil sie als Wahrzeichen Pforzheims Priorität bekam und zeitgleich als Konzertraum konzipiert wurde.

Wegen der guten Bauart musste die Orgel in den letzten 50 Jahren nicht saniert werden. „Nun sind wir aber gezwungen, aufgrund der elektrischen Sicherheit das Instrument für die Zukunft fit zu machen und suchen Spender in Form von Pfeifenpaten“, sagt Hastedt. Denn das komplette Pfeifenwerk muss gereinigt werden. Bei einer Patenschaft beteiligt man sich mit einem kleineren Beitrag als eine Pfeife kosten würde. 520 000 Euro wird die die Sanierung des Instruments mit seinen rund 5000 Pfeifen kosten, dafür hat die Kirche bereits seit Ende September 75.000 Euro gesammelt. Die Orgel hat jedoch einen Nachteil. Aufgrund der großen Breite können die weit auseinander liegenden Klangfelder links und rechts außen schlecht zusammen geführt werden. Daher werden neue Orgelpfeifen benötigt, um die Klänge zu optimieren. Patenschaften können für die Überholung des alten Materials, der Prospektpfeifen, dabei handelt es sich um die silbernen, sichtbaren Pfeifen der Orgel, und für das neue Material erworben werden, erläutert die Kirchenmusikdirektorin. Die Patenschaften liegen zwischen 40 Euro bis 15 000 Euro, als Dank wird der Spender auf einer Tafel mit seinem Namen verewigt.

Mehr lesen Sie am Montag, 15. April in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.