760_0900_120155_MiN_Projektbeirat_2020_01.jpg
Rüdiger Staib, ehemaliger Leiter des Jugend- und Sozialamts, wird vom Geschäftsführenden Verleger Thomas Satinsky (links) und Susanne Knöller, beide Vorsitzende von „Menschen in Not“, aus dem Projektbeirat verabschiedet.  Foto: Meyer 

PZ-Aktion „Menschen in Not“ stellt Projektbeirat neu auf

Pforzheim. Das Jahr 2020 ist auch für den PZ-Hilfsverein „Menschen in Not“ ein besonderes. Nach einer erfolgreichen Weihnachtsaktion 2019, bei der die Leserschaft der „Pforzheimer Zeitung“ rund 450 000 Euro gespendet hat, folgte schon bald der Lockdown. Die Vorsitzenden der Hilfsaktion, der Geschäftsführende Verleger Thomas Satinsky und Redakteurin Susanne Knöller, bildeten in Zusammenarbeit mit der Caritas rasch eine Einkaufshilfe für Senioren und Menschen, die sich nicht selbst versorgen konnten. „Wir mussten kurzfristig neue Wege gehen“, sagten die beiden bei der Sitzung des Projektbeirats von „Menschen in Not“. Es gab Aktionen für Familien, die der Kinderschutzbund betreut, genauso wie für Bewohner des Wichernhauses der Stadtmission. „Natürlich gab es auch weiterhin Menschen, die in Not sind“, so Susanne Knöller. Und nach wie vor gelinge es dem Hilfsverein, diesen kurzfristig und unbürokratisch zu helfen.

Die Weichen gestellt

Die Spendengelder werden aber nicht nur für die Einzelfallhilfe eingesetzt, sondern können auch als Anschubfinanzierung für nachhaltige Projekte eingesetzt werden. Seit dem Jahr 2014 besprechen sich die Vorsitzenden der Aktion dazu mit den Mitgliedern des damals ins Leben gerufenen Projektbeirats. „Sie sind für uns von sehr großer Bedeutung, denn das sind Fachleute, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagt Thomas Satinsky.

760_0900_120154_MiN_Projektbeirat_2020_02.jpg
Zum Projektbeirat von „Menschen in Not“ um die Vorsitzenden Thomas Satinsky und Susanne Knöller (beide vorne) zählen Thomas Lutz (Diakonie Pforzheim), Joachim Hülsmann (Leiter des Jugend- und Sozialamts der Stadt Pforzheim), Teresa Neuhaus (Caritas), Edith Münch (ProFamilia) und Alison Bussey (Stadtjugendring). Rüdiger Staib (Dritter von links) ist ein letztes Mal dabei. Foto: Meyer

Einer, der bei der Gründung des Projektbeirats im April 2014 seine fachliche Unterstützung zugesagt hatte, ist Rüdiger Staib. Er leitete bis Juni das Jugend- und Sozialamt der Stadt Pforzheim. „Sie sind seitdem in zahlreichen Fällen Ansprechpartner gewesen, gaben fachliche Hinweise, die Entscheidungen beeinflussten, und waren immer ein Mann der Taten, der half, wenn es sprichwörtlich brannte“, lobte Susanne Knöller Rüdiger Staibs Arbeit im Projektbeirat. Bei der Sitzung im PZ-Forum dankte Staib im Gegenzug dem ganzen Gremium: „Wir haben die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Das hat Spaß gemacht, denn bei der Arbeit im Projektbeirat geht es immer um Menschen und deren Schicksal. Und vielen Armen konnten wir helfen und wichtige Projekte anschieben“, sagte Staib und räumte seinen Platz für Joachim Hülsmann, sein Nachfolger bei der Stadt als Leiter des Jugend- und Sozialamts, und auch beim Projektbeirat von „Menschen in Not“.

Schließlich wurden auch noch eingereichte Projekte besprochen. Zugesagt wurde die Unterstützung für ein Fahrzeug für die sozialpädagogische Familienhilfe, ebenso wie für den neuen Obdachlosentreff der Diakonie. Außerdem erhält die Anna-Bertha-Königsegg-Schule neue Spielgeräte für den Außenbereich. Außerdem will das Gremium obdachlose Frauen genauso unterstützen wie Kinder im Frauenhaus.

Nun geht es an die Arbeit. Genaue Abstimmungen folgen und dann wird zu lesen sein, welche Projekte „Menschen in Not“ im Rahmen der Weihnachtsaktion unterstützen wird. Klar ist aber für alle: Die Sammelaktion bei „City on Ice“, die traditionell am Samstag vor dem ersten Advent stattfindet, wird es in diesem Jahr coronabedingt nicht geben. „Bleibt zu hoffen, dass genug Geld gespendet wird, um weiter Hilfe vor Ort zu leisten“, so Satinsky und Knöller.

Susanne Knöller

Susanne Knöller

Zur Autorenseite