Pforzheim. Kleingärten sind beliebter denn je. Das zeigt ein Blick auf die Warteliste der Anlage Mangerwiese im Haidach. Auf die 53 Grundstücke dort kommen 36 Interessenten. „Vor allem von jungen Familien haben wir viele Anfragen“, sagt Manfred Neumann, der Vorsitzende der Gartenanlage und Vize des Bezirksverbands Pforzheim der Gartenfreunde. Auch in den anderen 14 Anlagen in Pforzheim sieht es nicht anders aus.
Deshalb gibt es einige Regeln bei der Verteilung der insgesamt 599 begehrten Kleingärten. „Die Grundstücke sind nur für Pforzheimer“, erklärt Neumann. Wer allerdings später in den Enzkreis ziehe, dürfe sein Grundstück dennoch behalten. Nur Vereinsmitglieder der Gartenfreunde kommen auf die Warteliste. „Und die Kinder von Pächtern haben Vorrang.“ Allerdings nur dann, wenn sie seit mindestens drei Jahren selbst Mitglied sind.
Dass die Nachfrage so groß ist, hat einen guten Grund. Nicht nur, dass solche grünen Oasen in der Stadt sehr beliebt sind. Sie sind auch günstig. 19 Euro pro Ar zahlen die Pächter im Jahr. Zum Vergleich: Ein Freizeitgrundstück schlägt mit 300 Euro zu Buche.
Dafür gibt es für die Gärtner in den Kleingartenanlagen aber auch gewisse Regeln. „Auf 30 Prozent der Fläche müssen Gemüse und Beeren angebaut werden“, erklärt Neumann. Weitere 30 Prozent fielen auf Bäume und Büsche. Lediglich der Rest der Fläche dürfe als Freizeitgarten genutzt werden. „Es misst aber keiner mit dem Metermaß nach“, sagt Neumann.
Seit 1987 hat er selbst ein Grundstück in der Mangerwiese und arbeitet fast täglich mit seiner Frau im Garten. „Es ist ein zeitintensives Hobby“, räumt er ein. Zuletzt hat er ein bienenfreundliches Beet mit vielen unterschiedlichen Pflanzen angelegt. Zudem steht er den Nachbarn mit Rat und Tat zur Seite. Denn er ist einer der vom Landesverband ausgebildeten Fachberater. Weitere 25 Kleingärtner aus dem Bezirk Pforzheim sollen den Lehrgang in Kürze ebenfalls absolvieren. „Sie können dann Tipps für Baumschnitt, Anbau, Pflege, Düngemittel oder Schädlingsbekämpfung geben“, sagt Neumann. Natürlich hat auch er welche für die PZ-Leser parat. „Gemüse sollte man nicht in Mulch betten. Er entzieht dem Boden Stickstoff, den die Pflanzen brauchen“, sagt er. Besser sei Grasschnitt. Zudem empfiehlt er, die einzelnen Gemüsesorten nicht fein säuberlich in Reih und Glied zu pflanzen, sondern beim Anbau zu mischen. „Dann laugt der Boden nicht so aus“, verrät er.
Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.


