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Die Jüdische Gemeinde will ein Walhplakat der Partei „Die Rechte“ in der Zerrennerstraße entfernen. Die Polizei nimmt den Beteiligten die Leiter ab. Foto: Meyer
Eine erregte Diskussion mit der Polizei liefert sich Franz Philip Matthes. Im Hintergrund Rami Suliman (links) und Uwe Hück. Die Polizei beschlagnahmt die vorbereitete Leiter (rechts). Foto: Meyer
14.05.2019

Parolen der Partei „Die Rechte“ rufen Empörung hervor - Polizei muss Plakat schützen

Pforzheim. So weit lässt es die Polizei – drei Uniformierte und zwei Staatsschützer in Zivil – dann doch nicht kommen: Bevor Franz Philip Matthes, bekennender Antifaschist mit Kibbuz-Erfahrung, sich entschlossen auf den Weg in fünf Meter Höhe machen kann, beschlagnahmen sie die aus der Synagoge herbeigeschaffte Bockleiter, und verhindern so, dass Matthes einen Straftatbestand erfüllt: ein Plakat herunterzureißen. Das wäre Sachbeschädigung – auch wenn es sich um antisemitische Parolen der als rechtsextremistisch eingestuften Partei „Die Rechte“ handelt, immerhin zugelassen zur Europa-Wahl.

„Israel ist unser Unglück“ steht auf der Vorderseite des Kartons, „Wir hängen nicht nur Plakate“. „Da wird es einem schlecht“, sagt die Pforzheimer Künstlerin Anina Gröger. „So etwas Schlimmes habe ich in 40 Jahren noch nicht erlebt“, klagt Rami Suliman, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde.

Bildergalerie: Jüdische Gemeinde protestiert gegen rechte Plakate in Pforzheim

„Das kann man nicht durchgehen lassen – und muss eben das Gesetz verschärfen, wenn selbst das angeblich keine Volksverhetzung ist“, so Hans Mann, Mit-Initiator der Privatinitiative „Stolpersteine“ in Pforzheim. Ein anderer, der zu den geistigen Vätern dieser künstlerischen Kultur des Erinnern an die Verfolgten und Ermordeten des Nazi-Regimes gehört hat, ist Hans Martin Schäfer. Suliman und die evangelische Dekanin Christiane Quincke haben Schäfer und den ehemaligen Arzt Bernhard Elsässer (beide Jahrgang 1929) gebeten, aus Sicht von Zeitzeugen bei der kurzfristig angesetzten Demonstration an der Zerrrennerstraße vor dem AOK-Gebäude einige Worte an die Teilnehmer zu richten.

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Anais
14.05.2019
Parolen der Partei „Die Rechte“ rufen Empörung hervor - Polizei muss Plakat schützen

Unsere Polizei schützt die Falschen. Zeit für radikaleren Umgang mit Radikalen. mehr...

Bruddeler
14.05.2019
Parolen der Partei „Die Rechte“ rufen Empörung hervor - Polizei muss Plakat schützen

Ich dachte immer, die hiesige Polizei leidet unter chronischem Personalmangel. Aber zum Schutz eines Plakates ! kommen gleich DREI Uniformierte ! Da war doch keine echte Gefahr im Verzug. Einfach lächerlich. mehr...

Mad Max
14.05.2019
Parolen der Partei „Die Rechte“ rufen Empörung hervor - Polizei muss Plakat schützen

Jetzt muss die Polizei,schon die Wahlplakate schützen,so weit ist es in Pforzheim schon gekommen,und die Vandalen werden immer älter. mehr...

Eiermann
14.05.2019
Parolen der Partei „Die Rechte“ rufen Empörung hervor - Polizei muss Plakat schützen

Für so eindeutig halte ich das nicht. Sachbeschädigung ist das eine, andererseits sind solche Parolen weit über der Grenze des Akzeptablen und können als Volksverhetzung gewertet werden. Da hätte doch vor dem 'Schutz' des Plakats auch etwas dazwischen kommen können... ganz plötzlicher dringender Einsatz am anderen Ende der Stadt oder so... mehr...