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Begeistert folgen die Kinder und Jugendlichen der Einweisung von Patrick Haas von der Mobilen Kinderarbeit des Stadtjugendrings.  Foto: Moritz 

Per Medienrad auf Entdeckungsreise: Mobile Kinderangebote erhalten von der Telekom-Stiftung 10.000 Euro

Pforzheim. Es wird gespielt, programmiert und gelacht. Am Freitag entpuppte sich das Medienrad am Entenseespielplatz als echter Hingucker. Zahlreiche Kinder begutachteten das Rad nicht nur mit großen Augen, sondern ließ sich von Patrick Haas von der Abteilung Mobile Kinderangebote der SjR Betriebs GmbH die Funktionen erklären. „Die Idee für das Rad entstand vor zwei Jahren“, erklärt Haas. Zuletzt habe die Pandemie aufgezeigt, wie dringlich und wertvoll die Kombination von Medienkompetenzschulung und Bewegung im öffentlichen Raum sei.

„Wir wollen den Kindern und Jugendlichen zeigen, dass es nicht nur Konsum von Medien gibt, sondern auch die Produktion“, erklärt Haas. Er betrachtet das Rad als eine Medienwerkstatt auf zwei Rädern. Zahlreiche Tablets ermöglichen Quizspiele oder laden zur digitalen Rätseltour. Ein Solarmodul sorgt für die Versorgung mit Storm. Für die Zukunft soll noch eine Wetterstation angebracht werden.

Dabei soll das spielerische Lernen im Vordergrund stehen. Haas beschreibt, dass sich das Spielverhalten der Kinder und Jugendlichen in den vergangenen Jahren stark verändert habe. Dieses Verhalten wurde durch die Pandemie weiter verstärkt und das Spielen fand zunehmend in geschlossenen Räumen statt. „Mit dieser autarken Medienstation haben wir nun neue Möglichkeiten“, freut er sich. Dabei werde weiterhin das Prinzip der mobilen Jugendarbeit verfolgt, dass diese dahin geht, wo die Kinder sind.

Ermöglicht wurden die zahlreichen Medien durch die Telekom-Stiftung und wird mit 10 000 Euro gefördert. „Wir konnten die Telekom bei der Vorstellung überzeugen und einen positiven Bescheid bekommen“, so Haas. Das Rad selbst wurde eigens in einer Werkstatt auf der Schwäbischen Alb vorbereitet. Von anderen Rädern dieser Art habe er in Deutschland noch nichts gehört. „Ich gehe davon aus, dass wir in Pforzheim die Ersten sind“, meint er.

Stefan Meister

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