Pforzheim. Die Statistikstelle der Stadt Pforzheim hat die Publikation „Pforzheimer Bevölkerung 2025 Teil 1: Bevölkerungsentwicklung und -struktur“ für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Einwohnerdaten des vergangenen Jahres zeigen, dass die Einwohnerzahl Pforzheims zum 31. Dezember 2025 mit 129.610 Personen mit Haupt- oder alleinigem Wohnsitz in Pforzheim das dritte Jahr in Folge zurückgeht.
In einer Pressemitteilung gibt die Pforzheimer Stadtverwaltung Antworten auf die Frage, warum die Einwohnerzahl zurückgeht. Grundsätzlich gebe es zwei Bilanzen auf Basis von vier Faktoren, die die Einwohnerzahlen beeinflussen, heißt es: Die Entwicklung der Einwohnerzahl (Bevölkerungsbilanz) werde durch die Wanderungsbilanz (Zuzüge in die Stadt abzüglich Wegzüge aus der Stadt) und die natürliche Bevölkerungsbilanz (Geburten abzüglich der Sterbefälle) bestimmt.
2025 seien sowohl die Wanderungsbilanz (minus 289 Personen) als auch die natürliche Bevölkerungsbilanz (minus 280 Personen) negativ gewesen. In den vergangenen Jahren habe die Wanderungsbilanz, bis auf die Jahre 2024 und 2025, die seit längerer Zeit negative natürliche Bevölkerungsbilanz oft mehr als ausgeglichen. „Damit sorgte in der Vergangenheit die Zahl der Zuzüge nach Pforzheim für das Wachstum der Bevölkerung“, heißt es in der Pressemitteilung. Das habe sich nun geändert.


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Entwicklung im Detail
Die negative Wanderungsbilanz von minus 289 Personen sei der absolute Wert für Pforzheim. In der Region zeige sich, dass mit den Landkreisen Karlsruhe (+56) und Calw (+21) eine positive Wanderungsbilanz besteht, die Bilanz für den Enzkreis (minus 130) jedoch negativ ist. Die Wanderungsbilanz mit dem Ausland (minus 292) ist deutlich im Negativen und verläuft parallel zur Wanderungsbilanz für den gesamten Pforzheimer Stadtkreis in vorigen Jahren.


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Weniger Geburten
Neben den Zu- und Wegzügen komme es zu einem deutlichen Rückgang der Geburtenrate. Diese sei seit 2023 rückläufig und liege in Pforzheim auf dem Niveau von 2012 und 2013. Innerhalb der Stadtkreise in Baden-Württemberg liege die Geburtenrate der Goldstadt dennoch weiterhin deutlich über dem Durchschnitt.
Ausländeranteil gestiegen
Dass das Auswanderungsziel und die Staatsangehörigkeit der Wandernden nicht unbedingt zusammengehen, sehe man an der Entwicklung des Ausländeranteils in Pforzheim. Dieser sei auf mittlerweile 32,5 Prozent gestiegen. Die Geschwindigkeit der Zunahme nehme aber deutlich ab und die Steigerungen seien nicht mehr so stark in den vergangenen zwei Jahren. Auch hier sei der Blick in die Details interessant: Die Zahl der Rumänen, seit 2022 die am stärksten in Pforzheim vertretene Nationalität, sei in den letzten drei Jahren deutlich gesunken (4.994 Personen). Gleiches gelte auch für weitere Herkunftsgebiete in Südosteuropa, aus denen üblicherweise Saisonarbeitskräfte kommen.
Das Bevölkerungsheft kann heruntergeladen werden unter www.pforzheim.de/stadtzahlen

