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Im Innenstadtbereich will die Stadt das neue Sozialrathaus etablieren, indem sie Fläche anmietet. Foto: Ketterl

Pforzheim will Weiche für Sozialrathaus stellen - 8000 Quadratmeter zur Miete gesucht

Pforzheim. Das Fachamt ist auf acht Standorte in der Innenstadt verteilt. Der Kundenservice und die Arbeitssituation leiden. Das soll anders werden.

Die Stadt möchte die Weichen für das Anmieten eines Sozialrathauses in der Innenstadt stellen und damit ein drängendes Problem lösen. Sie möchte sich im gemeinderätlichen Hauptausschuss am Dienstag, 30. April, grünes Licht für einen Teilnahmewettbewerb mit sogenanntem Verhandlungsverfahren abholen. Dabei sollen Immobilieneigentümer mit einem Antrag grundsätzlich ihre Bereitschaft signalisieren. Der Teilnahmewettbewerb klärt zunächst unverbindlich die Eignung der abgegeben Angebote. Der neue Gemeinderat soll dann im Herbst über die verbindliche Angebotsphase beschließen. Das Verfahren sei für jeden Eigentümer offen. Teilnehmen könnten also auch die Sparkasse oder auch der Investor von Innenstadt-Ost.

Gesucht wird ein Investor, der die benötigten 8000 Quadratmeter Fläche zum Anmieten zur Verfügung stellt – ob als Neubau oder umgebauter Bestand. Das Jugend- und Sozialamt ist in seiner Aufgabenfülle, etwa mit dem gesamten Kindergartenbereich (300 Mitarbeiter) laut Stadt um mehr als das Doppelte angewachsen und hält mit seinem Budget von 100 Millionen Euro den größten Anteil am Gesamthaushalt. Der Zuwachs an Flächen hält sich allerdings in Grenzen. Es werden aber mindestens weitere 100 Mitarbeiter dazukommen.

Wichtige Anlaufstelle

Für Pforzheim mit seinem höhen Migrantenanteil, hoher Arbeitslosigkeit und Armutslagen dienen die einzelnen Abteilungen wie etwa die Sozialen Dienste als zentraler Anlaufpunkt für die Bevölkerung. Umso schwieriger gestaltet sich der Umstand, dass die Abteilungen auf inzwischen insgesamt acht Standorte in der Innenstadt in mehr oder weniger sanierungsbedürftigen Gebäuden verteilt sind. Dadurch leidet der Kundenservice und auch logistische Abläufe.

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