Die Stadt will mehr Rehe schießen, weil diese zu viele junge Bäume abfressen. Dafür soll sich das Jagdrecht ändern. Jäger aus der Region laufen Sturm und auch im Gemeinderat macht sich Unmut breit. (Symbolbild)
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Pforzheim
Pforzheim will mehr tote Rehe: Jäger wehren sich – und auch die FDP/FWV-Fraktion reagiert mit Unverständnis
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Pforzheim. Die Stadt will mehr Rehe schießen lassen, um junge Bäume zu schützen und den Wald klimafit zu machen. Dafür soll das Jagdsystem teils in Eigenregie geführt werden. Jäger aus der Region kritisierten diese Pläne zuletzt scharf und stellten die Rechtmäßigkeit der Beschlüsse infrage. Nun meldet sich auch die Pforzheimer FDP/FWV-Fraktion zu Wort.

In einer Pressemitteilung reagiert die Fraktion mit Unverständnis auf die veröffentlichten Presseberichte, wonach die Stadtverwaltung künftig, ohne Einbeziehung des Gemeinderats, plane, die Vergabe der Jagdreviere im Stadtkreis Pforzheim nun teilweise in Eigenregie zu übernehmen.

Wie der Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke mitteilt, lege die Fraktion Wert darauf, dass der Gemeinderat bei derartigen Entscheidungen mitspreche. Es könne nicht sein, dass tiefgreifende Veränderungen am Gemeinderat vorbei gingen.

Darüber hinaus habe sich die Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft über Jahrzehnte bewährt.

„Nach unserer Erfahrung hat die Jägerschaft stets einen gesunden Ausgleich aus Artenschutz und Naturschutz im Blick gehabt. Deshalb sehen wir keinen Bedarf an umwälzenden Veränderungen.“

So Rülke wörtlich.

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