
Pforzheim. Teile mit dem Hungrigen Dein Brot: Von allen Sätzen der christlichen Nächstenliebe ist dieser vielleicht der einprägsamste. Ganz sicher aber hat ihn in Pforzheim niemand so verkörpert wie Jörg Wiskandt. Der selbstständige Bäckermeister aus Hohenwart, der seit der Übernahme der väterlichen Bäckerei an der Bleichstraße daraus einen Betrieb mit Filialen und 50 Mitarbeitern machte, war den meisten Pforzheimern ein Begriff als Unterstützer sozialer Einrichtungen und Veranstaltungen. Von der Vesperkirche über jede Menge Schulen bis hin zur Suchthilfe: Sie alle erhielten regelmäßig Brot und Bretzeln, Brötchen und süße Backwaren von Wiskandt, es war ihm eine Selbstverständlichkeit – oft genug auch, dass er sie selbst vorbeibrachte. Es war ein großes Herz, das am späten Donnerstagabend aufgehört hat zu schlagen. Jörg Wiskandt ist im Alter von 65 Jahren im Kreis der Familie gestorben, nach Tagen des Abschieds, die er nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zuhause verbrachte, wie sein Sohn Janis berichtet.
Der 27-Jährige hatte vor Jahren schon von seinem damals bereits schwer kranken Vater das Geschäft übernommen, an der sozialen Einstellung der Bäckerei änderte
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