Pforzheim. Kurz nach dem Bombenfund am Mittwochmittag hat die Pressestelle der Stadt Pforzheim eine Grafik herausgebracht, auf der der zu evakuierende Bereich eingezeichnet ist. Doch die Zone mit einem Radius von 1,5 Kilometern ist kein vollständiger Kreis: Um das Helios Klinikum herum ist eine kleine Delle, es ist also nicht davon betroffen. Doch warum?
"Gerade bei Krankenhäusern gibt es in solchen Situationen immer eine Abwägung zwischen dem Risiko, dass Patientinnen und Patienten während der Entschärfung der Weltkriegsbombe im Klinikum verbleiben können und dem Risiko, dass für Leib und Leben bei einer Verlegung entsteht. Dies gilt insbesondere auch bei der Verlegung von Intensivpatienten und Frühchen", schreibt die Stadt auf ihrer Website.

Damit im Ernstfall die Druckwelle das Krankenhaus nicht erreicht, würden fünf mit Erde gefüllte Abrollcontainer aufgestellt werden, um so einen Schutzwall zu errichten, so ein Pressesprecher der Stadt auf Nachfrage von PZ-news.
"Damit könnte im Ernstfall die Druckwelle umgeleitet werden, so dass bei einer, hoffentlich nicht stattfindenden, Detonation eine andere Richtung – und somit vom Helios-Krankenhaus weg – gegeben wird", schreibt die Stadt weiter. Das sei eine gängige Methode bei der Entschärfung von Bomben.


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