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Im Gespräch mit Rechtsanwälten: die frühere Pforzheimer Stadtkämmerin (MItte), die sich in Mannheim wegen des Derivate-Skandals vor Gericht verantworten muss. © Ketterl
15.08.2017

Pforzheimer Derivate-Prozess: Ex-Stadtkämmerin im Kreuzverhör

Mannheim. Bohrenden Fragen der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Mannheim sah sich am Dienstag im Derivate-Prozess Pforzheims ehemalige Stadtkämmerin ausgesetzt.

Insgesamt mehr als vier Stunden stand sie am dritten Verhandlungstag dem Gericht unter Vorsitz von Richter Andreas Lindenthal Rede und Antwort. Im Zentrum der Befragung stand das Thema Risiko von Zinsderivat-Geschäften. Obwohl nach Angaben des Gerichts in dem Vertrag mit der Deutschen Bank auf ein Verlustrisiko in „unbegrenzter Höhe“ hingewiesen worden sei, war die frühere Stadtkämmerin nach eigenen Worten davon ausgegangen, dass das „Risiko theoretisch“ sei, so wie es ihr das Geldinstitut versichert habe. Ziel der mit der Deutschen Bank abgeschlossenen sogenannten CMS Spread Ladder Swaps sei gewesen, jährlich 300000 Euro an Zinsen zu sparen. Was „in die Hose gegangen“ sei, wie der Richter anmerkte. Ende 2005 wiesen die Swaps einen negativen Marktwert von elf Millionen Euro aus – was indes noch keinen Verlust für die Stadt bedeuteten.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

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Auftakt im Pforzheimer Derivate-Prozess

Isis
15.08.2017
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